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Aktualisiert · Oktober 2026 11 Min. Lesezeit FCL vs. LCL

FCL vs. LCL: Seefracht nach Österreich einfach erklärt

Verstehen Sie den Unterschied zwischen FCL und LCL bei Seefracht nach Österreich. Infos zu Kosten, Laufzeiten und Compliance für reibungslose Importe.

Lucas Arillotta
Lucas Arillotta Supply Chain Manager bei SINO Shipping
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China FCL vs. LCL
world map
Seefracht
$4,050–$4,950
Luftfracht
$4.4/kg
Seetransit
25–32 Tage
Lufttransit
5–6 Tage
In diesem Leitfaden
  1. 01 FCL vs. LCL Seefracht Österreich
  2. 02 Seefrachtkosten Österreich
  3. 03 Laufzeiten China–Österreich
  4. 04 Welche Häfen bedienen Österreich
  5. 05 Zoll, USt & Compliance
  6. 06 Buchungs-Checkliste Import
  7. 07 Fehler bei Seefracht
  8. 08 FCL oder LCL Entscheidung
Die wichtigsten Inhalte des Artikels
  • Österreich ist ein Binnenland; Seefracht kommt über Koper, Hamburg oder Triest an.
  • FCL lohnt sich ab 12–15 m³; LCL ist ideal für kleinere Sendungen.
  • Für Importe nach Österreich sind EORI-Nummer und ICS2-Anmeldung Pflicht.
  • Typische Laufzeiten: FCL 28–34 Tage, LCL 32–40 Tage ab Shanghai.
Lucas Arillotta Lucas Arillotta · Supply Chain Manager at SINO Shipping ·

Die Realität der Seefracht nach Österreich wird durch den Binnenland-Status bestimmt: Jeder Container aus China erreicht Österreich über einen Drittlandhafen—Koper (Slowenien), Hamburg (Deutschland) oder Triest (Italien)—und wird dann per Bahn oder Lkw weiter ins Inland transportiert. Bei der Entscheidung zwischen FCL (Vollcontainer) und LCL (Sammelladung) geht es nicht nur um das Volumen: Auch die Kosten für den Nachlauf, Zollvorgaben und Österreichs strenge Anforderungen an Paletten und Dokumente spielen eine Rolle. In diesem Leitfaden erfahren Sie, ab wann sich FCL gegenüber LCL lohnt, welche Kostenfallen es gibt, wie die Mehrwertsteuer (USt) berechnet wird, welche Routen über die jeweiligen Häfen führen und wie Sie typische Anfängerfehler vermeiden. Für einen vollständigen Überblick lesen Sie unseren umfassenden Österreich-Shipping-Guide sowie die Seiten zu Wahl der Transportart, DDP-Lieferungen und Zollabwicklung.

FCL vs. LCL für Seefracht nach Österreich (Binnenland-Logistik erklärt)

Beim Versand von China nach Österreich bestimmt die Binnenlandlage maßgeblich die Wahl zwischen FCL und LCL. Es gibt keinen eigenen Seehafen; jede Sendung läuft über einen Nachbarhafen und wird dann per Bahn oder Lkw weitergeleitet. Das bedeutet zusätzliche Schritte, eröffnet aber auch Optionen—gerade für Importeure, die Flexibilität oder Zuverlässigkeit benötigen.

Was ist FCL und LCL?

FCL (Full Container Load/Vollcontainer): Sie buchen einen eigenen 20’- oder 40’-Container (33,2 m³ bzw. 67,7 m³). Ihre Ware wird als Einzelpartie verladen, verplombt und transportiert. Für Österreich läuft der Container über Koper, Hamburg oder Triest und wird dann per Bahn oder Lkw bis zu Ihrem Lager geliefert. FCL bedeutet weniger Umladungen, geringeres Schadensrisiko und oft eine schnellere Zollabfertigung. Die Kosten werden pro Container berechnet—je voller Sie laden, desto günstiger wird der Preis pro CBM.

LCL (Less than Container Load/Sammelladung): Ihre Ware wird mit Sendungen anderer Kunden im selben Container zusammengefasst. Das Mindestvolumen liegt meist bei 1 m³. LCL ist flexibel für kleine oder Testsendungen, bedeutet aber mehr Handling—Konsolidierung am Abgangsort, Dekonsolidierung am Zielort und zusätzliche Dokumentationsschritte. LCL-Sendungen kommen an denselben Häfen an, aber die Zustellung ins Inland dauert oft länger und die Kosten pro CBM sind höher, insbesondere durch CFS-Gebühren (Container Freight Station).

FCL or LCL? — At a glance

Criteria FCL LCL
Cost predictability Per container; fewer surprise line items. Per CBM + CFS/origin/dest; more variables.
Speed Direct load, fewer handoffs. Consolidation/deconsolidation adds days.
Damage risk Your cargo only; less handling. Shared space; more touchpoints (CFS).
Flexibility Fixed box size; best when volume fits. Pay per CBM; good for small/trial orders.
Admin One B/L, one container; simpler docs. HBL, CFS docs, multiple parties; more coordination.

Wann lohnt sich welche Option?

Wir beobachten, dass die meisten Importeure ab etwa 12–15 m³ auf FCL umsteigen. Ab diesem Volumen ist der Gesamtpreis für einen eigenen Container (inklusive Nachlauf) meist günstiger als die LCL-Gesamtkosten. Unter 12 m³ bleibt LCL in der Regel wirtschaftlicher—vor allem, wenn Sie ein paar Tage mehr für Konsolidierung und Dekonsolidierung einplanen können.

Wenn Ihre Ware empfindlich, hochwertig oder terminkritisch ist (z. B. für Markteinführungen), bietet FCL mehr Kontrolle. Testen Sie einen neuen Markt, verschicken Muster oder unregelmäßige Mengen, bleibt LCL die flexible Lösung. Mehr zur Auswahl der Transportart finden Sie unter wie Sie Ihre Versandart wählen.

Was kostet Seefracht nach Österreich wirklich? (versteckte Gebühren & USt-Fallen)

Die Kosten bestehen nicht nur aus den Seefrachtraten. Für Österreich kommen der Nachlauf vom Drittlandhafen, die Zollabfertigung und die 20% Umsatzsteuer (USt) hinzu. Viele Importeure unterschätzen diese Zusatzkosten—vor allem beim Vergleich der FCL- und LCL-Preise.

FCL vs. LCL: Kosten im Detail

FCL: Sie zahlen einen Festpreis pro Container, zuzüglich Abgangsgebühren, Seefracht, Abfertigung im Zielhafen und Nachlauf per Bahn/Lkw nach Österreich. Der Preis pro CBM sinkt mit zunehmender Auslastung. Der Nachlauf ab Koper, Hamburg oder Triest ist ein wesentlicher Kostenfaktor—rechnen Sie mit €600–€1.500 pro Container je nach Region und Entfernung.

LCL: Sie zahlen pro CBM, dazu kommen CFS-Gebühren an beiden Enden, Dokumentation und der Nachlauf, der meist pro Palette oder pro CBM berechnet wird. LCL wirkt auf den ersten Blick günstiger, aber nach Hinzurechnung der Zielgebühren und der USt schrumpft der Unterschied. Für kleine Sendungen bleibt LCL günstiger, die Zusatzkosten summieren sich jedoch schnell.

(Österreich)
FCL
LCL
ModusSeefrachtAbgangsgebührenZielgebührenNachlaufUStTypischer Gesamtpreis (12 CBM)
FCL€1.800–€2.500/Container€300–€600€500–€900€600–€1.50020%€4.000–€5.800
LCL€60–€90/CBM€80–€200€120–€250/CBM€70–€120/CBM20%€2.500–€3.700

Werte beispielhaft für die Strecke Shanghai–Österreich; tatsächliche Kosten variieren je nach Hafen, Region und Angebot.

Österreichische USt und Zollgebühren

In Österreich wird auf den Einfuhrwert (CIF-Wert + Zoll + alle Zielgebühren) Umsatzsteuer (USt) in Höhe von 20% erhoben. Die Zollbehörde (Zollamt Österreich) zieht die USt und etwaige Zölle ein. Die meisten Waren aus China unterliegen dem Standardsteuersatz, für bestimmte Warengruppen wie Bücher oder Lebensmittel gelten ermäßigte Sätze (10–13%).

Eine detaillierte Anleitung zur Berechnung von Zoll und USt finden Sie in unserem Leitfaden zu Einfuhrabgaben und Steuern.

Drittlandhafen und Nachlaufkosten

Durch die Binnenlandlage Österreichs müssen Sie den Nachlauf ab Koper, Hamburg oder Triest einplanen. Für Wien, Graz und Linz ist die Bahn am schnellsten; für kleinere Orte ist der Lkw flexibler. Übersehen Sie nicht die lokalen Umschlagsgebühren im Hafen (besonders bei LCL) und achten Sie darauf, dass Ihr Angebot die Zustellung bis zu Ihrer tatsächlichen Adresse beinhaltet—nicht nur bis zur österreichischen Grenze.

Bei DDP-Sendungen (Delivered Duty Paid) sind die Nachlaufkosten bereits enthalten, prüfen Sie aber immer das Kleingedruckte—Tipps dazu finden Sie in unserem DDP-Versandratgeber speziell für Österreich.

Wie lange dauert der Transport wirklich? (Reale Laufzeiten China–Österreich)

Die Laufzeiten für Seefracht von China nach Österreich hängen von Transportart, gewähltem Hafen und dem anschließenden Inlandstransport ab. FCL ist in der Regel schneller, aber Feiertage und Zollformalitäten können zusätzliche Tage kosten – vor allem, wenn Unterlagen unvollständig sind.

FCL- vs. LCL-Laufzeiten

FCL: Rechnen Sie mit 28–34 Tagen von Hafen zu Tür (Shanghai nach Wien, Graz oder Linz via Koper, Hamburg oder Triest). Enthalten sind der Hauptlauf auf See (21–28 Tage), Hafenumschlag und der Weitertransport per Bahn/Lkw (3–7 Tage).

LCL: Meistens 32–40 Tage. Die längere Laufzeit ergibt sich durch die Sammelladung am Abgangshafen, Entladung und Aufteilung am Ziel sowie aufwendigere Zollabfertigung.

RouteFCL-LaufzeitLCL-LaufzeitAbfahrten
Shanghai–Wien (via Koper)28–32 Tage32–38 TageWöchentliche Abfahrten
Shanghai–Linz (via Hamburg)30–34 Tage34–40 TageWöchentliche Abfahrten
Shanghai–Graz (via Triest)28–32 Tage32–38 TageWöchentliche Abfahrten

Hauptstrecken: Koper, Hamburg, Triest

  • Hafen Koper: Schnellste Verbindung für Wien und Graz; wöchentliche Abfahrten, zuverlässige Bahnverbindungen.
  • Hafen Hamburg: Optimal für Linz und Oberösterreich; längere Seepassage, aber effiziente Zollabwicklung.
  • Hafen Triest: Ideal für Südösterreich; starke Lkw-Anbindung.

Die Wahl des Hafens beeinflusst sowohl Kosten als auch Geschwindigkeit. Eine Übersicht nach Regionen finden Sie im Leitfaden zu Österreichs wichtigsten Routen.

Auswirkungen von Feiertagen und Zoll

Wichtige österreichische Feiertage – Weihnachten & Neujahr (24. Dez.–1. Jan.), Nationalfeiertag (26. Okt.), Ostern, Tag der Arbeit (1. Mai), Mariä Himmelfahrt (15. Aug.) – führen zu Schließungen von Häfen, Lagern und Zollstellen. Die Abfertigung kann sich um mehrere Tage verzögern, besonders wenn Ihre Ware kurz vor oder während dieser Zeitfenster eintrifft. Prüfen Sie das voraussichtliche Ankunftsdatum anhand des österreichischen Feiertagskalenders und planen Sie rückwärts ab Ihrem Wunsch-Liefertermin.

Welche Häfen bedienen Österreich? (Binnenland, aber top angebunden)

Österreich ist bei Seefracht vollständig auf ausländische Häfen angewiesen. Die Wahl des richtigen Umschlagpunkts beeinflusst Kosten und Lieferzeit – besonders bei FCL-Sendungen.

Hafen Koper (Ostösterreich)

Koper (Slowenien) ist die schnellste Route für Wien, Graz und den Osten Österreichs. Wöchentliche Abfahrten ab Shanghai erreichen Koper in 28–32 Tagen. Die Bahnverbindungen sind direkt und die Zollabwicklung effizient. Zudem ist Koper in der Hochsaison weniger überlastet.

Hafen Hamburg (West-/Nordösterreich)

Hamburg (Deutschland) bedient Linz, Oberösterreich und westliche Regionen. Die Seepassage ist etwas länger (30–34 Tage), aber Hamburg bietet exzellente Bahn- und Lkw-Anbindungen. Die Zollprozesse sind eingespielt und FCL-Sendungen werden zügig abgewickelt.

Hafen Triest (Südösterreich)

Triest (Italien) ist das Tor für Kärnten, die Steiermark und Südösterreich. Die Laufzeiten entsprechen Koper (28–32 Tage). Der Weitertransport per Lkw ist flexibel und der Hafen ist besonders für LCL-Sendungen beliebt – dank attraktiver Umschlagsgebühren.

HafenBediente RegionSeetransportInlandstransportAm besten geeignet für
KoperWien, Graz, Osten28–32 Tage3–5 Tage BahnFCL, schnelle Lieferung
HamburgLinz, Oberösterreich30–34 Tage5–7 Tage BahnFCL/LCL, zuverlässiger Zoll
TriestKärnten, Steiermark28–32 Tage3–5 Tage LkwLCL, flexible Zustellung

Wer ist wofür zuständig? — Übersicht

Zuständigkeit EXW FOB CIF DDP
Ausfuhrabfertigung (China) Käufer Verkäufer Verkäufer Verkäufer
Frachtbuchung Käufer Käufer Verkäufer Verkäufer
Haupttransportkosten Käufer Käufer Verkäufer Verkäufer
Transportversicherung Käufer Käufer Seller (min.) Verkäufer
Einfuhrabfertigung (Österreich) Käufer Käufer Käufer Verkäufer
Zölle & Einfuhrumsatzsteuer Käufer Käufer Käufer Verkäufer
Inlandszustellung Käufer Käufer Käufer Verkäufer
Risikoübertragung bei Werkstor Schiffsreling Zielhafen Beim Käufer

Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Compliance (Das müssen österreichische Importeure wissen)

Der österreichische Zoll ist streng – Fehler führen zu Verzögerungen oder Zusatzkosten. Das Wichtigste: EORI-Registrierung, korrekte elektronische Anmeldung im e-zoll und Voranmeldung über ICS2. Produktkonformität (CE-Kennzeichnung, ISPM-15 für Paletten) ist Pflicht.

EORI-Registrierung und e-zoll-Anmeldung

Jeder Importeur benötigt eine EORI (Economic Operators Registration and Identification)-Nummer, ausgestellt vom Zollamt Österreich. Die Registrierung ist kostenlos, dauert aber 1–5 Werktage. Ohne EORI kann Ihre Sendung nicht abgefertigt werden.

e-zoll ist die elektronische Zollplattform Österreichs. Sämtliche Dokumente – Handelsrechnung, Packliste, Zertifikate – müssen digital eingereicht werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Zollabfertigungs-Guide.

ICS2-Voranmeldung

Für jede Seefracht nach Österreich (über EU-Häfen) ist eine ICS2 Entry Summary Declaration (ENS) vor Ankunft Pflicht. Das ist EU-weit vorgeschrieben, wird aber in Österreich besonders streng kontrolliert. Fehlende oder unvollständige ENS-Meldungen führen zu Verzögerungen bei der Einfuhr. Ihr Spediteur oder Zollagent übernimmt dies in der Regel, prüfen Sie aber vor Verschiffung den Status.

CE-Kennzeichnung und Produktzertifikate

Die meisten Waren benötigen eine CE-Kennzeichnung – insbesondere Elektronik, Spielzeug, Medizinprodukte und Funktechnik. Zuständige Stellen sind u.a. ÖVE (Österreichischer Verband für Elektrotechnik), AGES (Lebensmittel, Kosmetik) und EU-Benannte Stellen. Prüfungen und Zertifizierungen dauern oft Wochen (bei komplexen Produkten auch Monate) – rechtzeitig planen!

Eine vollständige Übersicht der Zertifizierungspflichten finden Sie im Compliance-Leitfaden.

ISPM-15 für Paletten

Holzverpackungen müssen nach ISPM-15 behandelt und gestempelt sein. In Österreich werden EUR/EPAL 800x1200mm-Paletten verwendet – abweichende Maße oder unbehandeltes Holz werden abgewiesen oder unter Quarantäne gestellt. Das ist ein häufiger Stolperstein bei China–Österreich-Sendungen.

PalettentypMaßeBehandlung erforderlichAblehnungsrisiko
EUR/EPAL800x1200mmISPM-15Gering
Nicht-EUR/EPALVariabelISPM-15Hoch

Buchungs-Checkliste für Importe nach Österreich (teure Verzögerungen vermeiden)

Erfolgreiche Seefracht von China nach Österreich beginnt mit gründlicher Vorbereitung. Fehlende Dokumente oder mangelnde Abstimmung verwandeln einen Standardtransport schnell in ein kostspieliges Problem.

Dokumente vor der Buchung

  • EORI-Registrierung (1–5 Werktage)
  • ICS2 Entry Summary Declaration (vor Ankunft der Ware)
  • CE-Kennzeichnung und Produktzertifikate (mehrere Wochen/Monate im Voraus einplanen)
  • Handelsrechnung, Packliste und Versanddokumente (digital im e-zoll-System einreichen)
  • ISPM-15-Zertifikat für Holzverpackungen

Alle Details zu den Dokumenten finden Sie in unserer Checkliste zur Zollabwicklung.

Den richtigen Hafen und die passende Route wählen

Wählen Sie den optimalen Hafen für Ihre Zielregion:

  • Wien/Graz: Koper
  • Linz/Oberösterreich: Hamburg
  • Kärnten/Steiermark: Triest

Klären Sie im Angebot immer auch den Vorlauf und die Lieferadresse – nicht nur den Transport von Hafen zu Hafen.

Koordination des Vorlaufs

Organisieren Sie den Weitertransport per Bahn oder Lkw vom Hafen bis zu Ihrem Lager, bevor die Ware eintrifft. Bei Sammelladung (LCL) auf CFS-Abwicklung und lokale Zustellmöglichkeiten achten. Bei FCL unbedingt die Bedingungen zu Standgeld und Detention prüfen.

Häufige Fehler bei Seefracht nach Österreich (und wie Sie sie vermeiden)

Der österreichische Importprozess ist streng – die häufigsten Fehler kosten schnell Tage oder mehrere Hundert Euro.

Nicht-konforme Paletten und Verpackungen

  • Verwendung von Nicht-EUR/EPAL-Paletten: führt zu Verzögerungen beim Entladen und teuren Umpalettierungen.
  • Fehlende ISPM-15-Behandlung: Holzverpackungen können unter Quarantäne gestellt oder vernichtet werden.

Versäumte EORI-/ICS2-Schritte

  • Keine EORI-Registrierung: Zollabfertigung verzögert sich, bis die Nummer vorliegt.
  • Unvollständige ICS2 ENS-Anmeldung: Ware bleibt im Hafen, oft mehrere Tage.

Verzögerungen durch Feiertage

  • Ankunft während Weihnachten, Nationalfeiertag oder Ostern: Zoll und Lager sind geschlossen, Rückstau und Lagerkosten entstehen.
FehlerTypische Auswirkung
Keine EORI-Registrierung1–5 Tage Verzögerung
Keine ISPM-15-PalettenQuarantäne, Umpalettierung
Falsches PalettenmaßEntladeprobleme, Zusatzkosten
ICS2 ENS fehltEinfuhrverzögerung, evtl. Bußgeld
Ankunft an FeiertagenAbfertigungsstopp, Lagergebühren

Fazit: FCL oder LCL für Österreich (schnelle Entscheidungshilfe)

Der Versand von China nach Österreich umfasst mehrere Etappen – Seetransport, Hafenabwicklung, Vorlauf, Zoll. Für Sendungen über 12–15 m³ ist FCL klar im Vorteil: schneller und planbarer. LCL ist flexibel für kleinere Mengen, bringt aber längere Laufzeiten und Zusatzkosten mit sich.

Um teure Fehler zu vermeiden: Sorgen Sie für eine gültige EORI-Nummer, rechtzeitige ICS2-Anmeldung, EUR/EPAL-Paletten mit ISPM-15-Behandlung und passen Sie den Zeitplan an österreichische Feiertage an. Für individuelle Angebote und Routenberatung fordern Sie ein Seefracht-Angebot China–Österreich an oder lesen Sie unseren kompletten Österreich-Versandleitfaden mit Vergleich der Transportarten, DDP-Optionen und Checklisten zur Compliance.

Ausführliche Informationen zu Kosten, Zöllen und Abläufen finden Sie in unseren Leitfäden zu Einfuhrabgaben und Steuern, Transportversicherung und Zollabwicklung.

ReferenzGlossar· 24 Begriffe

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1. mai
Labour Day (1st May): Norwegischer Feiertag, an dem Häfen und Zollstellen meist geschlossen sind und Logistikabläufe verzögern.
CBM
Kubikmeter – Standardmaß für Frachtvolumen; Grundlage für LCL-Preise und Containerkapazitäten.
CE
Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
CFS
Container Freight Station – Sammelstelle, an der LCL-Ladungen am Ursprung konsolidiert oder am Ziel entladen werden; bei FCA (CFS) liefert der Verkäufer lose Ware hier an, Risikoübergang bei Annahme.
CIF
Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
clearance
Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
DDP
Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
detention
Standgeld: Gebühr, wenn ein voller Container beim Versender oder Empfänger länger als die Freitage bleibt (z.B. für Be- oder Entladung oder verspätete Rückgabe).
duty
Einfuhrzoll: Steuer, die vom Zoll auf importierte Waren erhoben wird – Bemessung nach HS-Code, Warenwert und Ursprungsland.
e-zoll
e-zoll. Elektronisches System Österreichs für die Zollabwicklung von Import- und Exportanmeldungen.
Einfuhrumsatzsteuer
Einfuhrumsatzsteuer. Steuer, die auf importierte Waren nach Deutschland erhoben und vom Zoll bei der Einfuhr eingezogen wird.
EORI
Economic Operators Registration and Identification number. Obligatorisch für alle Unternehmen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Polen importieren.
EORI-Nummer
EORI-Nummer. Notwendige Registrierungsnummer für Importeure und Exporteure zur Abfertigung von Waren beim deutschen Zoll.
FCL
Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
Hafen Hamburg
Hamburger Hafen. Deutschlands größter Seehafen und wichtigster Umschlagplatz für Containerschiffe aus China.
ISPM-15
ISPM 15: Internationaler Standard für die Behandlung von Holzverpackungen (z. B. Paletten), um Schädlingsbefall zu verhindern.
LCL
Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer. Synonym für Umsatzsteuer, in Deutschland gebräuchlich.
MWST
Mehrwertsteuer – Schweizer Umsatzsteuer, die auf die meisten Importwaren erhoben wird.
Nationalfeiertag
Nationalfeiertag (26. Oktober). Feiertag in Österreich mit Auswirkungen auf Transport und Zollabwicklung.
Umsatzsteuer
Deutsche Umsatzsteuer (VAT). Fällt auf die meisten Importe und Verkäufe an, Standardsatz 19%.
Zoll
Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.
Zollamt Österreich
Zollamt Österreich. Zuständige Behörde für Import-, Export- und Transitverfahren in Österreich.