In diesem Leitfaden
- Die Schweizer Einfuhr-MwSt beträgt 8,1 % (2026), mit reduzierten Sätzen von 2,6 % und 3,8 % für bestimmte Waren.
- Seefracht nach Basel über Rotterdam/Antwerpen dauert 32–36 Tage; Luftfracht nach Zürich kommt in 1–2 Tagen an.
- Alle Importeure müssen eine Schweizer UID beantragen; ausländische Importeure benötigen einen Fiskalvertreter.
- EUR/EPAL 800x1200mm Paletten sind Standard; Holzverpackungen aus China müssen ISPM-15 behandelt sein.
Frachtraten von China nach Schweiz
Aktualisiert Oktober 2026. Richtpreise aus China – für exakte Kosten Angebot anfordern.
Aktuelle Raten
| Versandart | Tarif (USD) | Laufzeit | Trend |
|---|---|---|---|
| Seefracht (20GP) | $2,655–$3,245 | 25–32 Tage | = |
| Seefracht (40GP) | $3,780–$4,620 | 25–32 Tage | = |
| Seefracht (LCL) | $125/CBM | 26–36 Tage | = |
| Luftfracht (1000kg+) | $4.2/kg | 5–7 Tage | -6.7% |
| Bahntransport (20GP) | $4,276–$5,227 | 12–17 Tage | = |
| Expresskurier | $7.57/kg | 5–8 Tage | -6.7% |
Schnelle Kalkulation
nach Schweiz
Schätzungen basieren auf öffentlichen Marktpreisen. Endpreise können abweichen.
Preisentwicklung
Marktüberblick — Oktober
Hormuz bleibt geschlossen — Kap-Umleitung erhöht Zuschläge Asien-Europa
Notfallzuschläge weiterhin auf den meisten Asien-Verbindungen
Verzögerte Containerverlagerung sorgt für knappe Geräte in Nordeuropa
Bahnoptionen bleiben trotz Seestörungen stabil und wettbewerbsfähig
Monatliche Tarif-Updates erhalten
Versandtarife nach Schweiz direkt in Ihr Postfach — kostenlos, kein Spam.
Lucas Arillotta · Supply Chain Manager bei SINO Shipping · Ihre Ware wird im Hafen Basel in 48 Stunden abgefertigt. Oder sie steckt fünf Wochen im Zoll fest. Der Unterschied ist kein Zufall – sondern das Ergebnis Ihrer Entscheidungen, bevor die Sendung Shanghai verlässt.
Die meisten Importeure verlieren Fr. 800–3.000 pro China→Schweiz-Sendung, noch bevor die erste Palette in Zürich ankommt. Nicht bei den Frachtkosten – sondern durch typische Fehler, die wir jede Woche sehen: Luftfracht wählen, obwohl Bahn schneller und günstiger für mittlere Volumen ist, eine Swissmedic- oder ESTI-Zertifizierung verpassen, was zu einer e-dec-Sperre führt, oder einen Incoterm wählen, der Sie für unerwartete Mehrwertsteuer oder Antidumpingzölle anfällig macht. Wir haben hunderte Container, Sammelladungen und Luftfrachtsendungen von China in die Schweiz abgewickelt. Jede Sendung hängt von drei Entscheidungen ab:
- Transportart – Seefracht über Basel spart 60–70% gegenüber Luftfracht nach Zürich oder Genf, aber Bahn nach Basel oder Zürich (15–20 Tage) ist der ideale Mittelweg für Elektronik, Maschinen und eilige Sendungen
- Zeitpunkt der Konformität – Swissmedic-, ESTI-, OFCOM-, FOEN- und FSVO-Freigaben dauern 2–24 Wochen; wer das Zeitfenster verpasst, dessen Ware wartet unter e-dec im Zoll, bei Nicht-EU/EFTA-Sendungen ist eine ENS-Anmeldung Pflicht
- Incoterms – FOB bietet Kontrolle und Kostentransparenz; DDP ist einfach, kostet aber 15–25% Aufpreis für Schweizer MwSt., Antidumping und IOR-Abwicklung
Ob Sie nun Versandkosten von China in die Schweiz vergleichen oder nach dem günstigsten Weg für den China→Schweiz-Transport suchen – dieser Leitfaden zeigt Ihnen unser bewährtes Vorgehen für jede Schweiz-Sendung: aktuelle Preise für 2026 (Stand Oktober), echte Kostenaufstellungen, Zollfristen, Palettenspezifikationen, Versicherung und vier Fallstudien aus realen China→Schweiz-Transporten, die wir betreut haben.
Für wen ist das? Ersteinführer, die Muster in die Schweiz senden, E-Commerce-Händler, die Lager in Zürich oder Genf auffüllen, und Einkäufer, die ihre China→Schweiz-Lieferkette optimieren wollen. Das Schema gilt für 50 kg per Luft, 5 Paletten per Bahn oder 10 Container per Binnenschiff.
See-, Luft- oder Bahnfracht in die Schweiz: Was passt zu Ihnen?
Beim Versand von China in die Schweiz entscheidet die Wahl zwischen Seefracht, Luftfracht und Bahnfracht über Kosten, Laufzeit, Compliance und Risiko. Die Schweiz hat keine direkten Seehäfen, aber beste Anbindung per Binnenschiff, Bahn und Luft – die „richtige“ Transportart hängt von Zeitplan, Volumen und Warenwert ab.
Kosten und Geschwindigkeit im Überblick
Oktober 2026 PreiseIdeal für: 12+ CBM, regelmäßige Sendungen
Ideal für: 1–10 CBM, Konsolidierung von mehreren Lieferanten
Ideal für: 5+ CBM, ausgewogen zwischen Kosten und Laufzeit
Ideal für: 1–5 CBM, schneller als Seefracht
Ideal für: Hochwertige, dringende Sendungen, <500 kg
Ideal für: Muster, <50 kg, schnelle DDP-Zustellung
Seefracht: Langsam, zuverlässig und kostengünstig
Seefracht ist das Rückgrat für Schweizer Importe ab 3 CBM oder 500 kg. Container aus Shanghai erreichen den Hafen Basel (wichtigster Binnenhafen der Schweiz) in 32–36 Tagen, meist via Rotterdam oder Antwerpen und dann per Binnenschiff rheinaufwärts. Es gibt wöchentliche Abfahrten und planbare Laufzeiten – allerdings ist die Route indirekt, und die Zollabfertigung in Basel klappt nur mit vollständigen Papieren und ISPM-15-konformen Paletten.
Für kleinere Sendungen ist Sammelladung (LCL) möglich, aber der Break-even liegt bei etwa 3 CBM. Darunter steigen die LCL-Raten und die Umschlagskosten. Für volle Container (FCL) ist Seefracht unschlagbar günstig – besonders bei Massengütern, Maschinen oder Chemikalien. Basel, Birsfelden und Muttenz sind die wichtigsten Containerterminals, mit Weitertransport per Lkw nach Zürich, Bern oder Genf.
Typischer Seefracht-Fall: Elektronik, Textilien und Maschinen als FCL oder LCL, Verzollung in Basel, Weiterverteilung per Straße oder Schiene in der Schweiz.
Luftfracht: Schnellste Lösung für wertvolle oder eilige Güter
Luftfracht ist ideal, wenn Ihre Ware wertvoll, zeitkritisch oder unter 300 kg schwer ist. Flüge von Shanghai zum Flughafen Zürich (ZRH), Basel-Mulhouse (BSL/MLH/EAP) oder Genf (GVA) dauern 1–3 Tage. Die Zollabfertigung geht schnell – oft innerhalb eines Werktags, sofern alle Dokumente und Schweizer Konformitätsnachweise (ESTI, Swissmedic etc.) vorliegen.
Drei typische Fälle, in denen Luftfracht sich für Schweizer Importeure lohnt:
- Produktionskritische Teile: Uhrenkomponenten werden nach Genf eingeflogen, um einen Produktionsstopp zu vermeiden.
- Pharmamuster: Basel-Mulhouse empfängt dringende Pharmasendungen, die Swissmedic-Freigabe benötigen.
- Luxusgüter/E-Commerce: Der Flughafen Zürich wickelt hochwertige Pakete für den Schweizer Handel ab – hier zählt die Geschwindigkeit mehr als der Preis.
Luftfracht ist optimal, wenn Sie eine Lieferung in weniger als einer Woche brauchen, Ihre Ware kompakt ist oder das Versicherungsrisiko minimiert werden soll.
Bahnfracht: Die China-Europa-Landbrücke
Bahnfracht schließt die Lücke – schneller als See, günstiger als Luft für mittlere Sendungen (1–10 CBM). Blockzüge aus Chengdu, Chongqing, Xi’an, Wuhan und Suzhou erreichen das Basel Rail Terminal in 15–18 Tagen oder das Zürich Rail Terminal in 16–20 Tagen über Deutschland und Polen. Diese Route wird immer beliebter für Elektronik, Maschinen und E-Commerce-Waren.
Bahn schlägt See, wenn Sie in unter drei Wochen liefern müssen, Luft aber zu teuer ist. Zudem ist Bahn in Peak-Phasen oder bei knapper Luftfrachtkapazität stabiler als Luftfracht.
Bahnspezifische Faktoren: Grenzübertritte (EU/EFTA), Spurwechsel und Zollabfertigung am Schweizer Einfahrtsterminal. Saisonale Nachfragespitzen können Platz und Preise beeinflussen, aber Bahn ist weniger anfällig für Feiertagsstillstände als See oder Luft.
Praxis-Tipp: Für Elektronik oder Maschinen liefert die Bahnstrecke Chengdu–Basel in 16–18 Tagen, mit Zollabfertigung direkt am Basel Rail Terminal. Ideal, wenn Luft zu teuer und See zu langsam ist.
Kurz gefasst
Wir empfehlen Seefracht für große, nicht zeitkritische Sendungen ab 3 CBM; Luftfracht für eilige, hochwertige oder kleine Waren; und Bahnfracht für mittlere Volumen mit Lieferbedarf in zwei bis drei Wochen. Die multimodale Infrastruktur der Schweiz ermöglicht die optimale Kombination aus Kosten, Geschwindigkeit und Compliance – prüfen Sie aber immer Feiertage, Zertifizierungsfristen und Schweizer Spezialvorgaben vor der Buchung. Mehr dazu in unseren Ratgebern zu Transportmittelwahl, FCL vs LCL Seefracht und Schweizer Zollabfertigung mit e-dec.
Unsicher? Beantworten Sie 4 kurze Fragen
Which mode & Incoterm is right for you?
Answer 4 quick questions — get a tailored recommendation
1. Shipment volume
2. How fast do you need it?
3. Product type
4. Switzerland import experience
Incoterms China → Schweiz (FOB, CIF, CIP, DDP)
Den richtigen Incoterm für die Schweiz wählen
Wer ist wofür zuständig? — Übersicht
| Zuständigkeit | EXW | FOB | CIF | DDP |
|---|---|---|---|---|
| Ausfuhrabfertigung (China) | Käufer | Verkäufer | Verkäufer | Verkäufer |
| Frachtbuchung | Käufer | Käufer | Verkäufer | Verkäufer |
| Haupttransportkosten | Käufer | Käufer | Verkäufer | Verkäufer |
| Transportversicherung | Käufer | Käufer | Seller (min.) | Verkäufer |
| Einfuhrabfertigung (Schweiz) | Käufer | Käufer | Käufer | Verkäufer |
| Zölle & Einfuhrumsatzsteuer | Käufer | Käufer | Käufer | Verkäufer |
| Inlandszustellung | Käufer | Käufer | Käufer | Verkäufer |
| Risikoübertragung bei | Werkstor | Schiffsreling | Zielhafen | Beim Käufer |
Die Schweizer Zoll- und Mehrwertsteuervorschriften machen die Wahl des Incoterms zu weit mehr als einer Preisfrage. Wir erleben, dass Schweizer Käufer und Importeure großen Wert auf Klarheit bei Mehrwertsteuer, Zöllen und lokalen Compliance-Anforderungen legen – insbesondere bei regulierten Produkten. Der passende Incoterm entscheidet oft über den Erfolg Ihres Imports, da spezielle Schweizer Anforderungen wie UID-Registrierung, Produktzertifikate und ISPM-15-Holzverpackungen korrekt gesteuert werden müssen.
- Jeder Import in die Schweiz benötigt einen lokalen Importeur of Record (IOR) mit Schweizer UID (Unternehmens-Identifikationsnummer).
- Ausländische Verkäufer, die DDP oder DAP nutzen und nicht in der Schweiz mehrwertsteuerlich registriert sind, müssen einen Schweizer Fiskalvertreter benennen.
- Fehlende UID oder eine falsche IOR-Struktur führen zu Zollstopps, Bußgeldern und Problemen bei der Mehrwertsteuer.
FOB (Free On Board)
FOB wird für China–Schweiz-Transporte selten gewählt, außer von erfahrenen Schweizer Importeuren. Bei FOB übernimmt der Schweizer Käufer die gesamte Logistikkette ab dem chinesischen Hafen – inklusive Seefracht, Rhein-Binnenschiff, Zollabwicklung via e-dec und Zahlung der Schweizer Mehrwertsteuer. Dieses Modell sehen wir vor allem bei Massengütern nach Basel, vorausgesetzt, der Importeur hat einen starken Schweizer Logistikpartner und kann UID, ISPM-15 und Produktzertifikate selbst managen.
- Geeignet für: Große Schweizer Importeure mit ausgeprägtem Logistikwissen und eigenen Zolldienstleistern.
- Risiken: Käufer trägt die volle Verantwortung für Schweizer Compliance; Mehrwertsteuer und Zölle bei Ankunft; keine Unterstützung bei Schweizer Zertifikaten (ESTI, Swissmedic etc.).
CIF (Cost, Insurance, Freight)
CIF ist etwas gefragter, besonders für Seefracht nach Basel. Der Verkäufer übernimmt Transport und Versicherung bis zum Ankunftshafen, aber der Schweizer Importeur ist weiterhin für die Zollabfertigung, Mehrwertsteuer und Zölle zuständig. Wir sehen CIF oft bei Maschinen, Chemikalien und Elektronik, allerdings muss der Importeur für die e-dec-Anmeldung und UID gerüstet sein.
- Geeignet für: Schweizer Käufer, die Transport und Versicherung abgedeckt haben möchten, aber die Zollabwicklung selbst steuern wollen.
- Risiken: Käufer bleibt für alle Schweizer Vorschriften verantwortlich; falscher Zollwert oder fehlende UID führen zu Verzögerungen.
DDP (Delivered Duty Paid)
DDP ist der am häufigsten genutzte Incoterm für B2B- und E-Commerce-Sendungen in die Schweiz. Der Verkäufer trägt sämtliche Kosten – inklusive Mehrwertsteuer, Zölle, Zollabfertigung und Zustellung bis zur Schweizer Adresse. Allerdings verlangt das Schweizer Recht, dass der Verkäufer mehrwertsteuerlich registriert ist oder einen Fiskalvertreter benennt. Viele DDP-Sendungen scheitern, weil Verkäufer in der Schweiz nicht korrekt aufgestellt sind, was zu Zollstopps führt.
- Geeignet für: E-Commerce, KMU und Käufer, die eine „schlüsselfertige“ Lieferung wünschen.
- Risiken: Verkäufer muss Schweizer Mehrwertsteuerregistrierung oder Fiskalvertretung sicherstellen; bei Nichteinhaltung droht Sendungsstopp. Alle Zertifikate (ESTI, Swissmedic, BLV) müssen vor Import vorliegen.
Für eine detaillierte Übersicht zu DDP – inklusive Mehrwertsteuer, UID und Fiskalvertreter – lesen Sie unseren DDP-Versandratgeber.
EXW (Ex Works)
EXW wird für Schweizer Importe kaum genutzt. Hier übernimmt der Käufer sämtliche Schritte ab Werk des Verkäufers – inklusive Ausfuhrabfertigung in China, internationalem Transport, Schweizer Zoll, Mehrwertsteuer und Zustellung. Das ist nur für sehr große Schweizer Unternehmen mit eigenen Logistikabteilungen sinnvoll.
- Geeignet für: Schweizer Konzerne mit eigenen Importabteilungen.
- Risiken: Käufer trägt die volle Verantwortung für alle Formalitäten, Exportdokumente und Schweizer Zoll; hohes Fehlerrisiko für KMU.
Wichtige Schweizer Incoterm-Besonderheiten
- DAP und DDP sind für die meisten Schweizer Sendungen bevorzugt, da sie Mehrwertsteuer, UID und Zoll für den Käufer vereinfachen.
- Schweizer Importeure erwarten eine detaillierte Aufschlüsselung von Mehrwertsteuer, Zöllen und allen Gebühren – insbesondere bei DDP-Sendungen.
- ISPM-15-behandelte Paletten sind Pflicht für Holzverpackungen aus China. Nicht konforme Paletten werden abgewiesen oder vernichtet.
- Schweizer Zertifikate (ESTI, Swissmedic, BLV, BAFU) sind bei regulierten Waren vorgeschrieben – die EU-CE-Kennzeichnung allein reicht nicht.
Eine detaillierte Übersicht zu Schweizer Mehrwertsteuer, Zöllen und Antidumping finden Sie in unserem Leitfaden zu Importabgaben und Steuern.
Transportdienstleistungen in die Schweiz – Luftfracht, Seefracht (FCL/LCL), Bahn, DDP & Express
Versand von China in die Schweiz: Was ist die beste Lösung?
Erfahrene Importeure mit lokalem Broker & Transport
25% vom Spediteur abgewickelt
Importeure mit zuverlässigem Partner in Schweiz
50% vom Spediteur abgewickelt
FOB-Lieferanten + komplette Schweiz-Abwicklung
75% vom Spediteur abgewickelt
Erstimporteure, komplexe Zollanforderungen
100% vom Spediteur abgewickelt
Für Schweizer Importeure gibt es drei Hauptoptionen: Seefracht, Luftfracht und Bahn. Jede Variante hat ihren eigenen Break-even, Kostenaufbau und Lieferprofil. Hier zeigen wir, was sich wann und warum lohnt.
Seefracht vs. Luftfracht: Der Schweizer Break-even
Seefracht in die Schweiz ist für die meisten Sendungen über 3 CBM oder 500 kg die wirtschaftlichste Lösung. Die Hauptstrecke führt von Shanghai nach Rotterdam oder Antwerpen, dann per Binnenschiff auf dem Rhein nach Basel. Die typische Laufzeit beträgt 32–36 Tage nach Basel, Zürich oder Bern. Das ist zwar langsamer als direkte Seefracht in EU-Küstenländer, aber für größere Volumina 60–75 % günstiger als Luftfracht.
Luftfracht kommt ins Spiel bei dringenden, hochwertigen oder zeitkritischen Gütern. Lieferungen von Shanghai nach Zürich oder Basel erreichen ihr Ziel in 1–2 Tagen, nach Genf in 2–3 Tagen. Luftfracht eignet sich besonders für Uhren, Elektronik, Pharma und zeitkritische Ersatzteile, bei denen Verzögerungen teurer wären als der Aufpreis.
Break-even-Regel: Auf der Strecke China–Schweiz ist Seefracht ab 3 CBM oder 500 kg günstiger als Luftfracht. Für kleinere, hochwertige oder eilige Sendungen lohnt sich Luft. Nutzen Sie den Rechner unten, um Ihr Volumen und Gewicht mit aktuellen Tarifen für 2026 zu vergleichen.
Bahntransport: Die goldene Mitte
Bahnfracht ist eine attraktive Alternative für Importeure, die schneller als Seefracht, aber günstiger als Luftfracht liefern wollen. Blockzüge aus Chengdu, Chongqing oder Xi’an erreichen Basel in 15–18 Tagen und Zürich in 16–20 Tagen. Die Bahn ist meist 30–50 % günstiger als Luftfracht und 20–30 % teurer als Seefracht. Bahn lohnt sich besonders für Elektronik, Maschinen und mittlere Sendungsgrößen (2–10 CBM), wenn Umschlagzeiten wichtig sind, Luft aber zu teuer wäre.
Schweizer Lieferbedingungen: Termine & Zufahrten
In Schweizer Städten gelten strikte Lieferterminsysteme – vor allem in Zürich, Basel und Genf. Aufgrund von Zufahrtsregeln müssen Lkw Zeitfenster buchen, viele Lagerhäuser verlangen Voranmeldung. Verpasste Termine führen häufig zu Standgeld, Lager- oder erneuten Zustellgebühren. Für Privat- oder Innenstadtlieferungen sind Fahrzeugbeschränkungen und oft kleinere Transporter oder Last-Mile-Partner erforderlich.
Versteckte Kosten: Wo Schweizer Gebühren lauern
Schweizer Importeure müssen mit vier Hauptkostenblöcken rechnen:
- Ursprungskosten: Exportzoll, Verladung und Dokumentation in China – meist $40–$150 pro Sendung.
- Frachtkosten: See-, Bahn- oder Luftfrachtraten. Seefracht beinhaltet Rhein-Binnenschiff und Umschlag in Nordseehäfen; Bahn die EU-Durchfuhr (NCTS); Luftfracht Sicherheits- und Treibstoffzuschläge.
- Ziel & Zoll: Schweizer e-dec-System (Zollanmeldung), ENS, Import-Mehrwertsteuer (8,1 %) und lokale Verzollung (CHF 200–CHF 600 pro Anmeldung). Im Hafen Basel fallen Containerumschlag und Entladegebühren für Binnenschiffe an (CHF 80–CHF 150 pro CBM bei Sammelladung).
- Letzte Meile: Lkw-Transport von Basel, Zürich oder Genf zur Endadresse. Terminvereinbarungen, City-Zuschläge und Lagerkosten können CHF 50–CHF 200 zusätzlich verursachen, wenn sie nicht eingeplant werden. Für Stadtlieferungen sind oft zusätzliche Handlingschritte oder kleinere Fahrzeuge nötig.
Wir empfehlen, Ihr Angebot immer auf diese versteckten Kosten zu prüfen – insbesondere Binnenschiff-Umschlag, Schweizer Verzollung und letzte Meile. Bei DDP-Sendungen prüfen Sie, ob der Anbieter in der Schweiz mehrwertsteuerlich registriert ist und alle Importformalitäten abdeckt. Die vollständige Checkliste finden Sie in unserem DDP-Versandratgeber.
Sie möchten FCL und LCL vergleichen? Lesen Sie unseren Container-Optionen-Ratgeber.
Sie brauchen Unterstützung bei der Schweizer Verzollung? Unser Leitfaden zur Zollabfertigung erklärt e-dec, ENS und Einfuhrarten.
Zoll & Compliance für die Schweiz (Eidgenössisches Starkstrominspektorat, Bundesamt für Kommunikation, Bundesamt für Umwelt, BAFU, e-dec)
Die Schweiz betreibt eines der effizientesten und anspruchsvollsten Zollsysteme Europas. Alle Importe aus China müssen über e-dec Import/Export, die elektronische Zollplattform der Schweiz, abgewickelt werden. Es gibt vier Haupt-Verfahrensarten: Freier Verkehr (Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr), Vorübergehende Verwendung, Zolllager und Aktive Veredelung. Für Sendungen aus Nicht-EU/EFTA-Ländern ist eine Voranmeldung Pflicht – Ihr Spediteur muss eine ENS (Entry Summary Declaration) vor Ankunft einreichen.
Die Zollabfertigung erfolgt in der Regel zügig: Bei vollständigen Unterlagen werden die meisten Sendungen innerhalb von 1–2 Werktagen freigegeben. Bei Anordnung einer Kontrolle durch die Behörden dauert es 3–5 Tage. Sie benötigen zwingend einen Schweizer Importeur (Importer of Record, IOR) mit gültiger UID (Unternehmens-Identifikationsnummer) – das ist für alle Importeure vorgeschrieben. Ausländische Unternehmen ohne Sitz in der Schweiz müssen einen Schweizer Fiskalvertreter benennen. Ohne UID wird Ihre Sendung zurückgehalten.
Die Berechnung von Zoll und Mehrwertsteuer ist klar geregelt, aber strikt. Die Schweizer Mehrwertsteuer (MWST / TVA / IVA) beträgt aktuell 8,1% (Stand 2026). Die Steuer wird auf den Gesamtbetrag aus Zollwert, Einfuhrabgaben und etwaigen Verbrauchssteuern erhoben. Für Lebensmittel, Bücher und Medikamente gilt ein reduzierter Satz (2,6%), für Beherbergungsleistungen 3,8%. Die Schweiz erhebt Antidumpingzölle auf bestimmte Waren aus China – etwa Fahrräder, Aluminiumfolie, Keramikgeschirr, Eisen- und Stahlschrauben, Solarmodule und weitere. Prüfen Sie daher mit Ihrem Zollagenten, ob Ihr Produkt betroffen ist.
VAT = (Customs value + Import duty + Excise if any) x 8.1%
Gerade beim Thema Compliance scheitern viele China–Schweiz-Sendungen. Die Schweizer Behörden verlangen oft produktspezifische Nachweise, die über EU-Standards hinausgehen. Die wichtigsten Anforderungen sind:
Der häufigste Compliance-Fehler auf der Route China–Schweiz ist die Annahme, dass die EU-CE-Kennzeichnung für alle Produkte ausreicht. Schweizer Behörden verlangen oft eine schweizspezifische Konformität, eine lokale Anzeige oder einen Schweizer Bevollmächtigten – insbesondere bei regulierten Waren wie Medizinprodukten, Elektronik, Chemikalien und Spielzeug. Wer auf DDP-Basis liefert und keine in der Schweiz MWST-registrierte Einheit hat, dessen Ware bleibt beim Zoll stecken. Prüfen Sie die Schweizer Vorgaben unbedingt vor der Buchung.
Dokumenten-Checkliste — China in die Schweiz
Wer stellt welche Dokumente aus?
Für Schweizer Importsendungen ist eine Kombination aus Lieferanten-, Spediteur- und Zolldokumenten erforderlich – jede Partei hat eine klare Aufgabe bei der Zollabfertigung und Compliance. Fehlt auch nur eines, verzögert sich die Freigabe oft um Tage.
- Lieferant: Handelsrechnung, Packliste, Ursprungszeugnis (bei Präferenzanspruch), produktspezifische Nachweise (z. B. ESTI, Swissmedic, BAFU, BLV/OSAV je nach Produkt)
- Spediteur: Konnossement (Seefracht) oder Luftfrachtbrief (Luftfracht), Entry Summary Declaration (ENS) für Nicht-EU/EFTA, Nachweis über ISPM-15-Behandlung bei Holzverpackungen
- Zollagent: Importanmeldung via e-dec, Schweizer UID (Importer of Record), Bestellung eines Schweizer Bevollmächtigten (bei regulierten Produkten), Schweizer Pflanzengesundheitszeugnis (bei Holzverpackungen)
Checkliste Schweizer Importdokumente
Erforderlich für Zollabfertigung und MWST-Berechnung
Schweiz-spezifische Anforderungen
- Schweizer UID (Unternehmens-Identifikationsnummer): Jeder Importeur benötigt eine gültige UID, kostenlos ausgestellt vom Bundesamt für Statistik. Diese ist zwingend für die Zollanmeldung und MWST-Registrierung.
- Schweizer Bevollmächtigter: Für regulierte Produkte (Medizinprodukte, Chemikalien, Kosmetika etc.) muss ein in der Schweiz ansässiger Vertreter benannt werden, falls Hersteller oder Importeur keinen Schweizer Sitz haben.
- ISPM-15 & Schweizer Pflanzengesundheitszeugnis: Jede Holzpalette oder Verpackung aus China muss ISPM-15 wärmebehandelt und mit einem Schweizer Pflanzengesundheitszeugnis versehen sein – ohne Ausnahme.
Typische Fehler bei China–Schweiz-Sendungen
Diese drei Dokumentenfehler führen am häufigsten zu Verzögerungen, Bußgeldern oder gar Zurückweisung der Ware:
- Fehlende oder falsche Schweizer UID: Ohne korrekte UID des Importeurs wird keine Freigabe erteilt. Prüfen Sie, dass die UID exakt mit dem Empfänger auf der Importanmeldung übereinstimmt.
- Nicht ISPM-15-konforme Holzverpackung: Unbehandelte oder falsch zertifizierte Paletten werden bei Ankunft unter Quarantäne gestellt oder vernichtet. Fordern Sie immer ISPM-15-Nachweise vom Lieferanten an und kontrollieren Sie diese vor Versand.
- CE-Kennzeichnung als ausreichend angenommen: Die Schweiz akzeptiert die CE-Kennzeichnung für viele Produkte, aber für bestimmte Kategorien (z. B. Elektro, Medizin, Chemikalien, Spielzeug) ist eine schweizspezifische Konformität oder Anzeige nötig. Prüfen Sie dies im Zweifel bei der zuständigen Schweizer Behörde – ESTI, Swissmedic, BAFU, BLV/OSAV.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur elektronischen Anmeldung und Zollabfertigung finden Sie in unserem Schweizer e-dec Clearance Guide.
Frachtkorridore China–Schweiz & Wöchentliche Cut-offs
Haupttransportwege von China in die Schweiz
Top Seefrachtrouten
3 Routen| Abgangsort | Ziel | Transit | Transitzeit | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Shanghai | Hafen Basel | 32-36 | Wöchentliche Abfahrten über Rotterdam/Antwerpen, anschließend per Binnenschiff nach Basel | |
| Shanghai | Hafen Birsfelden | 32-36 | verify:Wöchentliche Abfahrten über Nordseehäfen | |
| Shanghai | Hafen Muttenz | 32-36 | verify:Wöchentliche Abfahrten über Nordseehäfen |
Die Schweizer Importlogistik stützt sich auf eine Kombination aus Rheinhäfen, Flughäfen und Bahnterminals – jeweils optimal auf die geografischen und industriellen Anforderungen des Landes abgestimmt. Im Bereich Seefracht ist der Hafen Basel das zentrale Eingangstor: Container aus China werden über die großen Nordseehäfen wie Rotterdam und Antwerpen umgeschlagen und gelangen per Binnenschiff auf dem Rhein in die Schweiz. Die typische Laufzeit von 32–36 Tagen ab Shanghai beinhaltet bereits die Binnenschiffsreise bis Basel. Wöchentliche Abfahrten sind Standard, weshalb eine genaue Abstimmung auf die Schiffsfahrpläne – sowohl für FCL als auch für Sammelladung (LCL) – unerlässlich ist. Auch der Hafen Birsfelden und der Hafen Muttenz – beide Teil des Basler Hafenverbunds – schlagen Stückgut und Container um und bieten der Chemie-, Pharma- und Industriebranche im Raum Basel effizienten Zugang.
Für Luftfracht sind die wichtigsten Schweizer Drehkreuze der Flughafen Zürich (ZRH), Flughafen Basel-Mulhouse (BSL/MLH/EAP) und Flughafen Genf (GVA). Zürich bietet Direktflüge ab Shanghai mit 1–2 Tagen Laufzeit – ideal für hochwertige oder zeitkritische Sendungen. Basel-Mulhouse als trinationaler Flughafen bedient die Nordwestschweiz mit ähnlichen Laufzeiten, während Genf auf Luxus- und Expressfracht mit 2–3 Tagen Transportzeit spezialisiert ist.
Bahntransporte gewinnen vor allem für Elektronik, Maschinen und mittelpreisige Güter an Bedeutung. Direkte Blockzüge verbinden chinesische Städte (Chengdu, Chongqing, Xi’an, Wuhan, Suzhou) mit dem Rail Terminal Basel und Rail Terminal Zürich. Die Laufzeiten liegen bei 15–20 Tagen, mit 2–3 Abfahrten pro Woche über die China-Europa-Landbrücke (über Kasachstan, Russland, Polen oder Deutschland). Diese Transportart ist ein idealer Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Kosten, besonders wenn Luftfracht zu teuer und Seefracht zu langsam ist.
Rückwärtsplanung ab Ihrem Wunschtermin
Die Schweizer Logistik ist für ihre Präzision bekannt, dennoch erfordern Feiertage und die Fahrpläne der Rheinschifffahrt eine sorgfältige Rückwärtsplanung. So gehen Sie am besten vor, um Ihren Wunsch-Liefertermin einzuhalten:
- Schweizer Feiertage und lokale Events prüfen: Informieren Sie sich über nationale und regionale Feiertage (siehe unten), an denen Zoll und Lager geschlossen sind.
- Letzte Meile einplanen: Kalkulieren Sie 1–3 Tage für die Zustellung ab Hafen oder Flughafen bis zu Ihrer Schweizer Adresse ein (in abgelegenen Regionen entsprechend mehr).
- Puffer für Zollabfertigung: Rechnen Sie mit 2–5 Werktagen für die elektronische Verzollung (e-dec), insbesondere bei Inspektionen oder Zertifikatsprüfungen.
- Laufzeit je Transportmodus: Addieren Sie die jeweilige Transportzeit (z.B. 32–36 Tage Seefracht, 1–3 Tage Luftfracht, 15–20 Tage Bahn).
- Buchungs- und Cut-off-Fristen: Planen Sie rückwärts bis zum Buchungszeitraum – bei Seefracht sind Cut-offs meist 5–7 Tage vor Schiffsabfahrt, bei Luft- und Bahntransporten sollten Sie 2–3 Tage Vorlauf einplanen.
Mit einer klaren Planung und Berücksichtigung der spezifischen Schweizer Besonderheiten vermeiden Sie Verzögerungen und Zollprobleme.
Schweizer Feiertage und logistische Einschränkungen
Die öffentlichen Feiertage in der Schweiz haben unmittelbare Auswirkungen auf Zoll, Lagerlogistik und die Zustellung auf der letzten Meile. Wir empfehlen dringend, Ankünfte während folgender Zeiträume zu vermeiden:
- Bundesfeier (1. August): Landesweite Schließung von Zoll und Logistikdienstleistern. Planen Sie Ihre Sendungen so, dass sie deutlich vor oder nach Anfang August eintreffen.
- Weihnachten & Neujahr (24. Dezember – 2. Januar): Starke Einschränkungen – Lager und Zollämter sind mehrere Tage geschlossen. Buchen Sie frühzeitig und vermeiden Sie Ankünfte in der letzten Dezemberwoche.
- Ostern (Karfreitag & Ostermontag; März/April, jährlich variabel): Vier Tage durchgehende Schließung. Rechnen Sie rund um Ostern mit längeren Vorlaufzeiten.
- Auffahrt (Mai, jährlich variabel): Viele Unternehmen arbeiten reduziert oder schließen ganz. Stimmen Sie sich bei zeitkritischen Sendungen unbedingt mit Ihren lokalen Partnern ab.
- Regionale Feiertage (z.B. Genfer Escalade, Zürcher Sechseläuten): Lokale Einschränkungen und Straßensperrungen in den Großstädten. Prüfen Sie immer die Stadt-Kalender, wenn Ihre Lieferung nach Zürich, Genf oder Bern geht.
Selbst bestens geplante Sendungen können sich durch übersehene Feiertage in der Schweiz verzögern. Vergleichen Sie Ihre Liefertermine stets mit dem Schweizer Feiertagskalender und kalkulieren Sie bei Bedarf zusätzliche Puffertage ein.
Paletten & Transportversicherung für die Schweiz
Schweizer Palettenstandard: Nur EUR/EPAL
Nahezu alle Schweizer Importeure verlangen den EUR/EPAL 800x1200mm Palettenstandard – identisch mit der EU. Dies ist die Norm für automatisierte Lager und Cross-Docking in Zürich, Basel, Genf und Bern. ISPM-15 Hitzebehandlung ist für alle Holzverpackungen aus China zwingend vorgeschrieben – fehlen die ISPM-15-Stempel, werden Paletten vom Schweizer Zoll entweder unter Quarantäne gestellt oder vernichtet. Alternativ werden 1000x1200mm (ISO) Paletten in einzelnen Branchen akzeptiert, US 48x40-Inch Paletten sind jedoch nicht Standard und werden von Schweizer Logistikern meist abgelehnt.
Automatisierte Schweizer Lagerhäuser sind streng: Nicht-Standardgrößen, unbehandeltes Holz oder fehlende ISPM-15-Kennzeichnung führen zur sofortigen Ablehnung. Wir erleben regelmäßig, dass Importeure dadurch Wochen verlieren und mehrere Hundert CHF für Notfall-Umpalettierung zahlen müssen. Klären Sie die Palettenspezifikationen immer vor Versand mit Ihrem Schweizer Empfänger ab.
Schweizer vs. US-Palettenstandard
| Standard | Abmessungen | ISPM-15 requirement | Schweizer Akzeptanz |
|---|---|---|---|
| EUR/EPAL | 800x1200mm | Mandatory | Universal |
| ISO 1000x1200-inch | 1000x1200mm | Mandatory | In einigen Branchen akzeptiert |
| US 48x40' | 1219x1016mm | Mandatory | Wird meist abgelehnt; eventuell ist Umpacken nötig |
ISPM-15 Wärmebehandlung ist für alle Holzverpackungen aus China erforderlich.
Transportversicherung: ICC(A) ist Pflicht
Deckungsvergleich
| Art | Was ist abgedeckt | Kosten | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| Haftung des Carriers | $500–1.000 pro Container maximal | Kostenlos | Nichts — absolutes Minimum |
| ICC(C) — Basisdeckung | Totalschaden, Feuer, Untergang, Strandung | 0.3–0.5% | Geringwertige, unempfindliche Güter |
| ICC(B) — Mittlere Deckung | ICC(C) + Erdbeben, Blitzschlag, Überspülung | 0.4–0.7% | Handelsware |
| ICC(A) — Volldeckung ✓ Am besten | Alle Risiken außer Krieg, Nuklear, spezielle Ausschlüsse | 0.5–1.0% | Elektronik, hochwertige Güter — alles, was Schutz verdient |
$500–1.000 pro Container maximal
Nichts — absolutes Minimum
Totalschaden, Feuer, Untergang, Strandung
Geringwertige, unempfindliche Güter
ICC(C) + Erdbeben, Blitzschlag, Überspülung
Handelsware
Alle Risiken außer Krieg, Nuklear, spezielle Ausschlüsse
Elektronik, hochwertige Güter — alles, was Schutz verdient
Für Sendungen in die Schweiz empfehlen wir ICC(A) (All Risks) Transportversicherung. Die Kombination aus alpinen Straßen- und Bahntransporten, Binnenschiff und hochwertigen Gütern (Pharma, Elektronik, Uhren) birgt reale Risiken. Übliche Prämien für ICC(A) liegen bei 0,15 %–0,35 % des Rechnungswerts für Seefracht und Bahn sowie 0,2 %–0,5 % für Luftfracht. Uns sind Schadensfälle durch Wasserschäden, Diebstahl und Verlust bekannt – insbesondere auf der Rhein-Binnenschiffstrecke nach Basel und im Luftfrachtverkehr über Zürich.
Schweizer Importeure erwarten eine gültige Versicherungspolice mit klaren Deckungsbedingungen. Ohne ICC(A) sind Sie im Schadensfall auf Ausschlüsse und begrenzte Entschädigungen angewiesen. Lesen Sie unseren Versicherungsratgeber für die Schweiz für detaillierte Kostenbeispiele und Hinweise zur Policenprüfung.
Havarie Grosse: Ihr Anteil zählt
Wenn Ihre Seefracht über Rotterdam/Antwerpen und anschließend per Rhein-Binnenschiff transportiert wird, gilt das Prinzip der Havarie Grosse. Das bedeutet: Bei einem größeren Zwischenfall (Brand, Havarie, Ladungsverlust) müssen alle Ladungseigentümer anteilig für den Schaden aufkommen – auch wenn Ihre Ware unversehrt bleibt. Wir haben erlebt, dass Havarie-Grosse-Forderungen zu CHF 500–CHF 5.000 an Sicherheitsleistungen oder Verzögerungen führen, bis der Fall geregelt ist.
ICC(A) deckt Havarie Grosse ab – aber nur, wenn Sie rechtzeitig melden und alle Unterlagen einreichen. Prüfen Sie immer, ob Ihre Versicherung Havarie Grosse einschließt, insbesondere bei FCL- und Sammelladungssendungen über Basel.
Fallstudien — China → Schweiz (LCL, FCL, Luftfracht, Bahn)
Markteinführung Unterhaltungselektronik: Shanghai–Zürich
Ein Schweizer Start-up bestellte 6 CBM Kopfhörer aus Shanghai für den Zürcher Technik-Einzelhandel. Elektrische Sicherheit und Schweizer Stecker waren Pflicht; FCL-Kosten sollten vermieden werden.
Wir verschifften als Sammelladung über den Rheinhafen Basel und lieferten per LKW nach Zürich. Vorab koordinierten wir die ESTI-Konformitätsprüfung und stellten CE-Kennzeichnung sowie Schweizer Stecker sicher. e-dec-Abfertigung erfolgte mit vollständigen Unterlagen.
Die Schweizer elektrische Konformität ist strenger als nur EU—Stecker- und Spannungsprüfung sind unerlässlich. LCL ist kostengünstig, aber nur mit vollständiger Dokumenten- und Zertifikatsbereitschaft.
Pharma-Rohstoffe: Shanghai–Basel
Ein Schweizer Pharmaunternehmen benötigte einen Container chemischer Vorprodukte aus Shanghai für das Industriegebiet Basel. Für den Import waren Swiss REACH-Registrierung und FOEN-Meldung erforderlich.
Wir buchten FCL über Rotterdam, dann per Rheinschiff zum Hafen Basel. Für ChemO-Konformität wurde ein Swiss Only Representative bestellt und die FOEN/BAFU-Registrierung vor Versand abgeschlossen. Die Zollkontrolle war eingeplant und wurde mit vollständigem Dossier abgewickelt.
Schweizer REACH- und FOEN-Konformität erfordern frühzeitige Planung und einen lokalen Vertreter. FCL ist optimal für Massengüter Chemikalien, aber rechnen Sie mit Zollkontrolle und höheren Zertifizierungskosten.
Eilige Uhrenkomponenten: Shanghai–Genf
Ein Luxusuhrenhersteller stand vor Produktionsstillstand und benötigte hochwertige Bauteile aus Shanghai nach Genf in unter 48 Stunden. Swissmedic-Genehmigung war nicht nötig, aber schnelle Zollabfertigung entscheidend.
Wir organisierten Direktluftfracht zum Flughafen Genf, meldeten die e-dec-Importanmeldung vorab an und sorgten für Übereinstimmung aller Rechnungen und Packlisten. Die Zollabfertigung erfolgte beschleunigt mit vollständiger UID- und MWST-Registrierung.
Luftfracht ist die schnellste Option für dringende, hochwertige Schweizer Sendungen—Zollverzögerungen werden durch Voranmeldung und UID-Bereitschaft vermieden.
Maschinenteile: Chongqing–Zürich per China-Europa-Bahn
Ein Schweizer Maschinenbauer importierte Teile aus Chongqing, suchte kürzere Laufzeiten als See- und günstigere Kosten als Luftfracht. Gefordert waren exakte ISPM-15-Holzverpackung und UID-Registrierung.
Wir buchten Bahntransport zum Rail Terminal Zürich, mit vollständiger ISPM-15-Zertifizierung und Schweizer Pflanzengesundheitsdokumenten. e-dec-Abfertigung und NCTS-Transit wurden für reibungslose Einfuhr abgewickelt.
Die China-Europa-Bahn ist ideal für mittelwertige, zeitkritische Schweizer Importe—ISPM-15-Konformität ist für Holzverpackungen zwingend, und die Bahn bietet einen guten Mittelweg zwischen See- und Luftfracht.
Sorgenfrei in die Schweiz versenden
Jeder Abschnitt dieses Leitfadens führt zum gleichen Ergebnis: Der Versand von China in die Schweiz ist unkompliziert, wenn Sie vorausschauend planen – und teuer, wenn Sie es nicht tun.
Wir aktualisieren die Preise und Daten in diesem Leitfaden jeden Monat für 2026. Setzen Sie ein Lesezeichen oder abonnieren Sie unsere Preisbenachrichtigungen – und wenn Sie versandbereit sind, holen Sie sich ein Versandangebot für die Schweiz, das genau auf Ihre Route, Ihr Volumen und Ihren gewünschten Lieferzeitraum zugeschnitten ist.
ReferenzGlossar· 41 Begriffe
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- all-in
- Angebot, das alle Hauptkosten (z. B. Fracht, Handling, Verzollung) enthält; prüfen Sie immer, was abgedeckt ist, um keine Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
- B2B
- Business to Business – der Käufer ist ein Unternehmen (z. B. Importeur), das die Verzollung und Übernahme selbst organisiert; DAP passt oft, wenn der Käufer einen eigenen Broker hat.
- CBM
- Kubikmeter – Standardmaß für Frachtvolumen; Grundlage für LCL-Preise und Containerkapazitäten.
- CE
- Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
- CE-Kennzeichnung
- CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
- ChemO
- Chemikalienverordnung (SR 813.11) – Schweizer Regelwerk zur Einfuhr und zum Umgang mit Chemikalien.
- CIF
- Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
- CIP
- Carriage and Insurance Paid To – für alle Transportarten; Verkäufer zahlt Fracht und umfassende Versicherung (oft ICC A) bis zum vereinbarten Ort; bietet höheren Schutz als CIF und ist für Luftfracht und hochwertige Güter zu empfehlen.
- clearance
- Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
- customs value
- Bemessungsgrundlage für Zoll und Verbrauchssteuer; in Japan meist CIF: Warenwert plus Fracht und Versicherung bis zum Einfuhrhafen oder -flughafen.
- cut-offs
- Annahmeschlüsse für Ware oder Dokumente, um einen bestimmten Schiffs- oder Flugtermin zu schaffen; ein verpasster Termin bedeutet meist Verzögerung oder Verschiebung auf das nächste Schiff.
- DAP
- Delivered At Place: Verkäufer liefert bis zum benannten Ort (z.B. Lager des Käufers) und entlädt, Importabfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer übernimmt der Käufer, IOR ist der Empfänger.
- DDP
- Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
- duty
- Einfuhrzoll: Steuer, die vom Zoll auf importierte Waren erhoben wird – Bemessung nach HS-Code, Warenwert und Ursprungsland.
- e-dec
- Elektronisches Zollabwicklungssystem – Schweizer Online-Plattform für die Einreichung von Ein- und Ausfuhranmeldungen.
- EFTA
- European Free Trade Association: Norwegen ist Mitglied und profitiert von Präferenzhandel mit EFTA- und EU-Staaten.
- EN 71
- Die europäische Spielzeugnorm, die im Rahmen des Safety Mark für Spielwaren in Singapur herangezogen wird und die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen sicherstellt.
- EXW
- Ex Works: Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort bereit; der Käufer organisiert Abholung, Ausfuhr, Hauptlauf und alles Weitere. Risikoübergang am Werkstor – frühester Incoterm.
- FCL
- Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
- FOB
- Free On Board: Verkäufer liefert bis an Bord des Schiffs und erledigt Ausfuhr; Käufer organisiert Hauptlauf und Import ab Schiffsreling. Risikoübergang beim Laden aufs Schiff. Nur für Seefracht – bei Luftfracht FCA nutzen. Bei Containern ist der „On Board“-Zeitpunkt oft unklar; FCA (CY/CFS) ist transparenter.
- Import Duty
- Von der irakischen Zollbehörde auf Importe erhobene Steuer, berechnet nach Produktklassifizierung und Wert.
- import notification
- Japan MHLW: Offizielle Anmeldung (shokuhin yunyū todokede) bei der Quarantänestation für Lebensmittel, Nahrungsergänzung und verwandte Produkte. Voraussetzung für die Zollfreigabe; Prüfung auf Zusammensetzung, Kennzeichnung und Herstellung.
- Importer of Record
- Die im Zielland für die Importanmeldung und die Zahlung von Zöllen und Steuern verantwortliche Partei (Abk. IOR).
- Incoterms
- Internationale Handelsklauseln: Standardregeln (EXW, FOB, CIF, DDP etc.), die festlegen, wer zahlt, wer verzollt und ab wann das Risiko übergeht.
- IOR
- Importeur im rechtlichen Sinne: Die Person oder Firma, die für die Importanmeldung und die Zahlung von Zöllen und Steuern im Empfangsland verantwortlich ist.
- ISPM-15
- ISPM 15: Internationaler Standard für die Behandlung von Holzverpackungen (z. B. Paletten), um Schädlingsbefall zu verhindern.
- IVA
- Imposta sul Valore Aggiunto. Italienische Mehrwertsteuer, die bei der Einfuhr an der Grenze erhoben wird.
- last-mile
- Letzter Transportabschnitt vom Hafen, Flughafen oder Lager bis zur Empfängeradresse. Zuschläge für abgelegene Gebiete oder Privatadressen möglich.
- LCL
- Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
- LMBG
- Lebensmittelgesetz (SR 817.0) – Schweizer Gesetz für Lebensmittelsicherheit und Kennzeichnung von Importwaren.
- Mehrwertsteuer
- Mehrwertsteuer. Synonym für Umsatzsteuer, in Deutschland gebräuchlich.
- MWST
- Mehrwertsteuer – Schweizer Umsatzsteuer, die auf die meisten Importwaren erhoben wird.
- REACH
- REACH-Verordnung (EG 1907/2006). EU-Regelung zur Kontrolle von Chemikalien in Produkten, die nach Portugal importiert werden.
- SST
- Sales and Service Tax – Malaysias indirekte Steuer auf importierte Waren und Dienstleistungen, seit 2018 Nachfolger der GST.
- Swiss conformity
- Schweizer Konformitätskennzeichnung – Nachweis, dass Produkte den schweizerischen Sicherheits- und Technikvorschriften entsprechen, oft auf Basis der CE-Kennzeichnung.
- Swiss REACH
- Schweizer Umsetzung der EU-REACH-Verordnung – regelt die Registrierungspflichten für Chemikalienimporte gemäß ChemO.
- TVA
- Taxe sur la Valeur Ajoutée: Französische Mehrwertsteuer, Standardsatz 20 %, wird bei der Einfuhr vom Zoll erhoben.
- VAT
- Mehrwertsteuer. Standard-Verbrauchssteuer auf Importe in Kambodscha, aktuell 10%.
- VKos
- Verordnung über kosmetische Mittel (SR 817.023.31) – Schweizer Vorschrift für Anforderungen an Kosmetikimporte.
- VSS
- Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug (SR 817.023.11) – Schweizer Vorschrift für Sicherheitsstandards bei Spielwaren.
- Zoll
- Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.
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