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Aktualisiert · Oktober 2026 10 Min. Lesezeit Belgien DDP-Versand

DDP-Versand nach Belgien: Mehrwertsteuer, EORI, PLDA und ICS2 für reibungslose China-Belgien-Importe meistern

Profitieren Sie von reibungslosem DDP-Versand nach Belgien mit Expertenwissen zu Mehrwertsteuer, EORI, PLDA und ICS2. Vermeiden Sie Fehler und Verzögerungen.

Lucas Arillotta
Lucas Arillotta Supply Chain Manager bei SINO Shipping
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China Belgien DDP-Versand
world map
Seefracht
$2,070–$2,530
Luftfracht
$3.95/kg
Seetransit
25–26 Tage
Lufttransit
5–7 Tage
In diesem Leitfaden
  1. 01 DDP-Importe & EORI Belgien
  2. 02 Belgische Einfuhrabgaben
  3. 03 Zertifikate & DDP-Compliance Bel
  4. 04 Kurierdienste in Belgien
  5. 05 Tücken beim DDP-Versand Belgien
  6. 06 DDP-Abwicklung Belgien
  7. 07 Fehler beim DDP-Versand
  8. 08 DDP-Versand Belgien: Fazit
Die wichtigsten Inhalte des Artikels
  • EORI-Registrierung ist für alle DDP-Sendungen nach Belgien verpflichtend und dauert 1-5 Werktage.
  • Belgien erhebt 21% Mehrwertsteuer auf Importe, berechnet auf CIF-Wert plus Zoll.
  • PLDA- und ICS2-Einreichungen sind für die Zollabwicklung erforderlich; fehlende Meldungen führen zu Verzögerungen.
  • CE-Kennzeichnung ist für viele Produkte Pflicht, Zertifizierungskosten liegen zwischen €500 und €15.000.
Lucas Arillotta Lucas Arillotta · Supply Chain Manager at SINO Shipping ·

DDP-Versand von China nach Belgien bedeutet weit mehr, als einfach „Delivered Duty Paid“ im Angebot anzukreuzen. Entscheidend ist, wer als Importeur (Importer of Record, IOR) auftritt, wie das belgische Mehrwertsteuersystem funktioniert und ob Ihre Ware bei Ankunft vollständig konform ist. Fehler führen schnell zu gesperrter Ware, unerwarteten Steuerforderungen oder einem DDP-Geschäft, das am Zoll scheitert. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie der belgische Prozess tatsächlich abläuft: Wer darf legal DDP abwickeln, welche Kosten entstehen, welche Zertifikate die Abfertigung verzögern oder verhindern – und wie Sie typische Fallen für Erstimporteure vermeiden. Für einen umfassenden Überblick zu Seefracht, Luftfracht, Transportwegen und Versandarten lesen Sie unseren kompletten Belgien-Versandleitfaden.

Wer darf DDP-Importe nach Belgien abwickeln (und warum EORI entscheidend ist)

Das belgische Zollsystem ist streng, wer eine DDP-Sendung empfangen darf. Der „Importer of Record“ benötigt eine gültige EORI-Registrierung – ohne Ausnahme. Sie ist das rechtliche Tor für alle DDP-Importe, egal ob per Seefracht, Luftfracht, Bahn oder Kurier.

Importeur in Belgien: Was bedeutet EORI-Registrierung?

Für DDP-Importe muss eine Person oder ein Unternehmen in Belgien (oder innerhalb der EU) als Importer of Record (IOR) auftreten. Das heißt:

  • EORI-Registrierung ist Pflicht. Die EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification) wird von den belgischen Zollbehörden vergeben, meist innerhalb von 1–5 Werktagen. Sie ist kostenlos, muss aber vor Ankunft der Ware beantragt werden.
  • Ist der Verkäufer außerhalb der EU ansässig, muss er einen in der EU ansässigen Fiskalvertreter oder Logistikdienstleister als IOR benennen. Fehlt dieser, wird die Sendung vom Zoll blockiert.
  • Der IOR ist verantwortlich für die Anmeldung der Einfuhr über das belgische PLDA-Einfuhrsystem und für die Voranmeldung via ICS2 (ENS). Details dazu finden Sie unter Zollabfertigung PLDA.

Bei B2B-Sendungen kann der Geschäftskunde oft selbst als IOR auftreten. Im E-Commerce oder B2C-Geschäft muss der Verkäufer oder sein Vertreter diese Rolle übernehmen.

B2B vs. B2C: Wie Belgiens Mehrwertsteuer-Regeln die Zuständigkeit verschieben

Das belgische Mehrwertsteuersystem – BTW (niederländisch) / TVA (französisch) – unterscheidet je nach Empfänger:

  • B2B-Importe: Der belgische Geschäftskunde ist meist IOR, zahlt Mehrwertsteuer und Zölle und kann die Mehrwertsteuer über seine eigene Steuererklärung zurückfordern. DDP wird hier seltener genutzt; DAP oder FCA sind oft die bessere Wahl. Mehr dazu unter DAP vs DDP.
  • B2C-Importe: Der Verkäufer muss als IOR auftreten und Steuern/Zölle im Voraus begleichen. Privatkunden erwarten „keine Überraschungen“ – keine Nachzahlungen bei Lieferung und keine Zollverzögerungen. Besonders im E-Commerce ist Kurier-DDP Standard.

Wer die EORI-Registrierung übersieht oder die IOR-Rolle falsch zuweist, riskiert Sendungsstopps, unerwartete Steuerforderungen und unzufriedene Kunden. Einen Überblick zu Transportarten finden Sie unter Versandart wählen und Tür-zu-Tür vs. Hafen-zu-Hafen.

Belgien

Belgische Einfuhrabgaben: Mehrwertsteuer + Zölle (und warum sie sich schnell summieren)

Die Einfuhrabgaben in Belgien steigen rasch. Jede DDP-Sendung unterliegt 21% Mehrwertsteuer, berechnet auf einer breiten Bemessungsgrundlage, dazu kommen Zölle – und für manche Produkte Anti-Dumping-Abgaben. Fehlen diese Posten im Angebot, scheitert Ihr DDP-Modell an der Realität.

So werden Mehrwertsteuer und Zölle in Belgien berechnet (DDP-Praxis)

Der Standard-Mehrwertsteuersatz in Belgien beträgt 21%. Es gibt ermäßigte Sätze (12% und 6%), aber die meisten Importwaren fallen unter den Standardsatz. Die Mehrwertsteuer wird nicht nur auf den Warenwert, sondern auf den CIF-Wert (Kosten, Versicherung, Fracht) zuzüglich aller zollpflichtigen Nebenkosten berechnet.

  • Zölle werden auf Basis des CIF-Werts und des EU-Zolltarifs berechnet. Viele Produkte liegen zwischen 0% und 12%, aber einige chinesische Waren (wie Fahrräder, Solarpanels, Stahl) unterliegen Anti-Dumping-Abgaben.
  • Mehrwertsteuer wird auf die Summe aus CIF-Wert + Zölle + weitere zollpflichtige Kosten erhoben.

Eine typische Berechnung für eine DDP-Sendung:

AbgabeBemessungsgrundlageÜblicher Satz/Betrag
ZollCIF-Wert0–12% (je nach HS-Code)
Anti-Dumping-ZollCIF-WertBis zu 50% für manche Waren
MehrwertsteuerCIF + Zoll + Kosten21% (Standard)

Mehr zu Belgiens Zollstruktur finden Sie unter Einfuhrzölle & Steuern und Kostenvergleich FCL vs LCL.

Belgien-spezifische Kostentreiber, die DDP-Angebote erschweren

  • Voranmeldung ICS2 (ENS) ist für alle Sendungen Pflicht. Fehlt sie, bleibt Ihre Ware an der Grenze stehen.
  • PLDA-Systemgebühren: Alle Einfuhranmeldungen laufen über das belgische PLDA-System. Ist Ihr Spediteur nicht vorbereitet, drohen Verzögerungen.
  • Anti-Dumping-Zölle: Diese können den Warenwert um zehntausende Euro erhöhen. Prüfen Sie immer den HS-Code und Status Ihres Produkts, bevor Sie DDP anbieten.
  • Mehrwertsteuer auf Fracht und Versicherung: Belgien rechnet sämtliche Fracht- und Versicherungskosten in die Mehrwertsteuer-Bemessung ein. Deckt Ihr Angebot nur den Warenwert ab, wird zu wenig kalkuliert.

Belgien-Compliance: Zertifikate, die DDP blockieren können (und wie Sie Verzögerungen vermeiden)

Belgien legt großen Wert auf Produktsicherheit und Konformität. CE-Kennzeichnung ist für die meisten Elektronikartikel, Spielwaren und Maschinen zwingend vorgeschrieben. Fehlt die Zertifizierung, hält der Zoll die Sendung zurück – selbst wenn Mehrwertsteuer und Zölle bereits bezahlt wurden.

Produkte mit CE-Kennzeichnungspflicht (und was die Konformität kostet)

Für verschiedene Produktgruppen ist die CE-Kennzeichnung oder eine andere EU-Zertifizierung vor der Einfuhr vorgeschrieben:

KategorieBehörde / ZertifizierungÜblicher ZeitrahmenKostenrahmen
Elektrische & elektronische ProdukteCE-Kennzeichnung (LVD, EMV) / EU-Benannte Stelle4–12 Wochen€2.000–€15.000
Funk- & Wireless-GeräteCE-Kennzeichnung (RED) / EU-Benannte Stelle4–8 Wochen€3.000–€10.000
Chemikalien & MaterialienREACH / ECHALaufende Einhaltung€5.000–€50.000+
Spielwaren & KinderprodukteCE-Kennzeichnung (Spielzeugrichtlinie)4–8 Wochen€2.000–€8.000
Lebensmittel & GetränkeEU-Lebensmittelsicherheit / FAVV2–4 Wochen€1.000–€5.000

Eine vollständige Checkliste finden Sie im CE-Kennzeichnung, REACH, RoHS Leitfaden. Werden nicht konforme Waren versendet, verlangt der Zoll die Wiederausfuhr oder Vernichtung.

Warum PLDA- und ICS2-Anmeldungen für eine reibungslose Abfertigung entscheidend sind

In Belgien erfolgt jede Importanmeldung über PLDA (Paperless Customs & Excise). Jede DDP-Sendung muss digital angemeldet werden. Zusätzlich verlangt ICS2 (Import Control System 2) eine Entry Summary Declaration (ENS) vor Ankunft der Ware.

  • Fehlende ENS-Anmeldung führt zu Sendungsstopps, zusätzlichen Kontrollen und ggf. Bußgeldern.
  • PLDA-Fehler (falscher HS-Code, fehlende Dokumente) können die Freigabe um Tage oder Wochen verzögern.

Details zum Ablauf finden Sie unter Zollabfertigung PLDA und Letzte Meile Zustellung.

Wann Kurierdienste in Belgien sinnvoll sind (und wann nicht)

Kurierdienste (DHL, UPS, FedEx) sind für DDP-Sendungen nach Belgien – insbesondere im E-Commerce und bei kleinen Paketen – sehr beliebt. Doch für größere oder regulierte Sendungen sind sie nicht immer die beste Wahl.

Warum Kurierdienste bei kleinen DDP-Sendungen punkten

  • Integrierte Verzollung: Der Kurier tritt als IOR auf, erledigt PLDA- und ICS2-Anmeldungen und zahlt Steuern/Zölle im Voraus. Der Empfänger erhält die Ware komplett abgefertigt.
  • Schnelligkeit: Luftkurier-Sendungen nach Brüssel oder Lüttich werden in 1–3 Tagen abgefertigt – oft schneller als See- oder Bahntransporte.
  • Kundenerlebnis: Keine überraschenden Mehrwertsteuer-Nachzahlungen oder Zollverzögerungen. Gerade im B2C-Bereich ist das entscheidend.

Vor- und Nachteile von Luftfracht vs. Express finden Sie unter Luftfracht vs Express.

Wann Spediteure für Belgien-Sendungen die bessere Wahl sind

  • Große Sendungen: FCL- oder LCL-Seefracht nach Antwerpen, Zeebrugge oder Gent ist ab 500 kg oder mehreren CBM günstiger. Siehe FCL vs LCL Vergleich.
  • Regulierte Produkte: Kurierdienste können keine Waren mit besonderen Zulassungspflichten abfertigen (z. B. Medizinprodukte, Chemikalien, Lebensmittel).
  • Komplexe Transportwege: Bahn- und Seeverkehre erfordern Vorausplanung und lokale Verzollung. Optimale Routen finden Sie unter Beste Transportwege.

Für große, regulierte oder individuell palettierte Sendungen bieten Spediteure mehr Flexibilität und Kontrolle.

Tücken beim DDP-Versand nach Belgien (und wie Sie sie vermeiden)

Selbst erfahrene Versender tappen bei DDP nach Belgien in typische Fallen. Zoll, Mehrwertsteuer und Konformität können aus einem “Delivered Duty Paid”-Angebot schnell eine teure Überraschung machen.

Die EORI-Falle: Warum Verkäufer diesen Schritt oft vergessen

Viele gehen davon aus, dass DDP nur das Bezahlen von Zöllen und Steuern bedeutet. Tatsächlich verlangt der belgische Zoll, dass der IOR über eine gültige EORI-Nummer verfügt. Fehlt diese – oder ein EU-Vertreter –, wird die Sendung aufgehalten.

  • Die EORI-Registrierung ist kostenlos und dauert 1–5 Werktage, muss aber vor Versand abgeschlossen sein.
  • Wer außerhalb der EU sitzt, sollte einen lokalen Fiskalvertreter oder Spediteur einsetzen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Sie unter EXW vs FOB und FCA vs FOB.

Die Kostenfalle bei der CE-Kennzeichnung (und anderen Zertifikaten)

Die CE-Kennzeichnung ist weit mehr als ein Aufkleber – sie ist ein rechtlich vorgeschriebener Prozess. Prüfungen, Dokumentation und Zertifikate kosten pro SKU zwischen €500 und €15.000. Müssen REACH oder RoHS erfüllt werden, steigen Aufwand und Kosten weiter.

  • Der Zoll verlangt vor der Freigabe einen Nachweis über die Zertifizierung.
  • Wer das übersieht, muss mit Verzögerungen, Wiederausfuhr oder Vernichtung rechnen.

Empfohlene DDP-Abwicklung für Belgien (so klappt DDP richtig)

Die besten DDP-Setups für Belgien verbinden lokale Expertise, vorausschauende Zollabwicklung und eine präzise Kalkulation aller Kosten. So gelingt die optimale Abwicklung.

Warum ein lokaler Fiskalvertreter die Mehrwertsteuer-Abwicklung erleichtert

  • Die Bestellung eines belgischen oder EU-ansässigen Fiskalvertreters vereinfacht die Zahlung der Mehrwertsteuer und die Importanmeldung. Er übernimmt die EORI-Registrierung, PLDA-Meldungen und die Abführung der Mehrwertsteuer.
  • Für Verkäufer außerhalb der EU ist dies der einzig praktikable Weg, um unter DDP als Importeur aufzutreten.
  • Fiskalvertreter unterstützen zudem bei der Rückerstattung der Mehrwertsteuer und bei Prüfungen der Steuerbehörden – das senkt Ihr Risiko.

Mehr zu Mehrwertsteuer und Fiskalvertretung finden Sie unter Zölle & Steuern beim Import.

Wie Sie PLDA- und ICS2-Meldungen frühzeitig vorbereiten

  • Sammeln Sie alle Unterlagen vor dem Versand: Handelsrechnung, Packliste, Zertifikate (CE, REACH, RoHS) und Palettenangaben.
  • Reichen Sie die ICS2 (ENS) Anmeldung ein, bevor die Ware China verlässt – verspätete Meldungen führen zu Verzögerungen.
  • Verwenden Sie EUR/EPAL-Paletten mit ISPM-15-Behandlung für Holzverpackungen. Details finden Sie im EUR/EPAL Paletten-Ratgeber.

Eine Checkliste zur Versandvorbereitung finden Sie unter Tür-zu-Tür vs. Hafen-zu-Hafen und Letzte Meile Zustellung.

Typische Fehler beim DDP-Versand nach Belgien (und wie Sie sie vermeiden)

Das belgische Zoll- und Mehrwertsteuersystem bringt selbst erfahrene Versender ins Schwitzen. Die häufigsten – und vermeidbaren – Fehler im Überblick:

Fehlende EORI-Registrierung (und die daraus resultierenden Verzögerungen)

  • Ohne EORI kann der Zoll Ihre Einfuhranmeldung nicht bearbeiten. Die Sendung bleibt bis zur Registrierung blockiert.
  • Lösung: Beantragen Sie die EORI rechtzeitig oder beauftragen Sie einen Fiskalvertreter.

Nicht-konforme Paletten (warum ISPM-15 entscheidend ist)

  • Belgien verlangt für alle Holzverpackungen aus China eine ISPM-15-Behandlung. Unbehandelte Paletten werden abgewiesen oder müssen nachträglich begast werden.
  • Nutzen Sie EUR/EPAL-Paletten (800x1200mm), um Probleme bei der Einlagerung zu vermeiden. Siehe EUR/EPAL Paletten-Ratgeber.
PalettentypGröße (mm)Behandlung erforderlichAnnahmerisiko
EUR/EPAL800x1200ISPM-15Gering
US Standard1219x1016ISPM-15Mittel/Hoch

Fehlende ICS2-Voranmeldung (und wie Sie Sendungsstopps vermeiden)

  • ICS2 (ENS) muss vor Ankunft der Ware angemeldet werden. Fehlende oder verspätete Meldungen führen zu Blockaden, teils über mehrere Tage.
  • Lösung: Koordinieren Sie mit Ihrem Spediteur oder Fiskalvertreter eine rechtzeitige ENS-Meldung.

Fazit: So meistern Sie DDP-Versand nach Belgien und bleiben konform

Der DDP-Prozess in Belgien erfordert Präzision: EORI-Registrierung, korrekte Berechnung von Steuern und Zöllen, Produktzertifizierungen und frühzeitige Zollanmeldungen. Verkäufer müssen als Importeur auftreten oder einen EU-Vertreter benennen, alle Abgaben vor Zustellung zahlen und die Einhaltung von CE-Kennzeichnung und ICS2 sicherstellen. Für große oder regulierte Sendungen sind Spediteure und lokale Zollagenten unverzichtbar; bei kleinen Paketen bieten Kuriere Geschwindigkeit und Einfachheit. Vermeiden Sie typische Fehler – insbesondere fehlende EORI, nicht-konforme Paletten oder versäumte Voranmeldungen – und Ihre DDP-Sendungen passieren reibungslos den Zoll. Für individuelle Angebote und persönliche Unterstützung fordern Sie ein DDP-Angebot für Belgien an oder informieren Sie sich im kompletten Belgien-Versandratgeber zu Transportarten, Routen und Compliance.

ReferenzGlossar· 36 Begriffe

Suchen Sie einen Begriff oder springen Sie nach Buchstaben.

ABF
Australian Border Force: Behörde für Zoll, Grenzschutz und Durchsetzung von Importvorschriften in Australien.
B2B
Business to Business – der Käufer ist ein Unternehmen (z. B. Importeur), das die Verzollung und Übernahme selbst organisiert; DAP passt oft, wenn der Käufer einen eigenen Broker hat.
B2C
Business to Consumer – der Käufer ist Endkunde; DDP eignet sich, wenn der Verkäufer als IOR auftritt und Steuern/Zölle vorstreckt, sonst werden diese meist bei Zustellung kassiert.
BTW
Belasting over de Toegevoegde Waarde – die belgische Mehrwertsteuer, die auf die meisten Importwaren erhoben wird.
CBM
Kubikmeter – Standardmaß für Frachtvolumen; Grundlage für LCL-Preise und Containerkapazitäten.
CE
Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
CIF
Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
clearance
Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
DAP
Delivered At Place: Verkäufer liefert bis zum benannten Ort (z.B. Lager des Käufers) und entlädt, Importabfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer übernimmt der Käufer, IOR ist der Empfänger.
DDP
Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
door-to-door
Service von Tür zu Tür: Der Spediteur oder Carrier organisiert die komplette Transportkette inklusive Abholung und Zustellung beim Empfänger.
duty
Einfuhrzoll: Steuer, die vom Zoll auf importierte Waren erhoben wird – Bemessung nach HS-Code, Warenwert und Ursprungsland.
EORI
Economic Operators Registration and Identification number. Obligatorisch für alle Unternehmen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Polen importieren.
EORI-Nummer
EORI-Nummer. Notwendige Registrierungsnummer für Importeure und Exporteure zur Abfertigung von Waren beim deutschen Zoll.
EXW
Ex Works: Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort bereit; der Käufer organisiert Abholung, Ausfuhr, Hauptlauf und alles Weitere. Risikoübergang am Werkstor – frühester Incoterm.
FAVV
Federaal Agentschap voor de Veiligheid van de Voedselketen – Belgiens Behörde für Lebensmittelsicherheit, zuständig für Importkontrollen bei Lebensmitteln.
FCA
Free Carrier: Verkäufer liefert an benannten Ort (CY, CFS oder Terminal); Käufer bucht Hauptlauf und Versicherung. Risikoübergang bei Übergabe an Carrier – klarer, belegbarer Zeitpunkt. Für Container (FCL/LCL) besser als FOB; bei Luftfracht FCA oder CIP nutzen.
FCL
Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
FOB
Free On Board: Verkäufer liefert bis an Bord des Schiffs und erledigt Ausfuhr; Käufer organisiert Hauptlauf und Import ab Schiffsreling. Risikoübergang beim Laden aufs Schiff. Nur für Seefracht – bei Luftfracht FCA nutzen. Bei Containern ist der „On Board“-Zeitpunkt oft unklar; FCA (CY/CFS) ist transparenter.
Importer of Record
Die im Zielland für die Importanmeldung und die Zahlung von Zöllen und Steuern verantwortliche Partei (Abk. IOR).
Incoterms
Internationale Handelsklauseln: Standardregeln (EXW, FOB, CIF, DDP etc.), die festlegen, wer zahlt, wer verzollt und ab wann das Risiko übergeht.
IOR
Importeur im rechtlichen Sinne: Die Person oder Firma, die für die Importanmeldung und die Zahlung von Zöllen und Steuern im Empfangsland verantwortlich ist.
ISPM-15
ISPM 15: Internationaler Standard für die Behandlung von Holzverpackungen (z. B. Paletten), um Schädlingsbefall zu verhindern.
last-mile
Letzter Transportabschnitt vom Hafen, Flughafen oder Lager bis zur Empfängeradresse. Zuschläge für abgelegene Gebiete oder Privatadressen möglich.
LCL
Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer. Synonym für Umsatzsteuer, in Deutschland gebräuchlich.
PLDA
Paperless Douane & Accijnzen – das belgische elektronische System für Zoll- und Verbrauchsteueranmeldungen im Im- und Export.
port-to-port
Service from origin port to destination port only: Reiner Hauptlauf von Abgangs- zu Zielhafen; Vor- und Nachlauf müssen separat organisiert werden.
REACH
REACH-Verordnung (EG 1907/2006). EU-Regelung zur Kontrolle von Chemikalien in Produkten, die nach Portugal importiert werden.
RoHS
RoHS-Richtlinie (2011/65/EU). EU-Vorschrift, die gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bei Importen nach Portugal begrenzt.
SKU
Stock Keeping Unit: Eindeutige Kennung für eine Produktvariante. Muss auf Karton, Packliste und Rechnung übereinstimmen – Abweichungen führen zu Lagerstopps oder Nacharbeit.
Spielzeugrichtlinie
Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG). EU-Vorschrift zur Sicherheit von importiertem Spielzeug in Österreich.
SST
Sales and Service Tax – Malaysias indirekte Steuer auf importierte Waren und Dienstleistungen, seit 2018 Nachfolger der GST.
TVA
Taxe sur la Valeur Ajoutée: Französische Mehrwertsteuer, Standardsatz 20 %, wird bei der Einfuhr vom Zoll erhoben.
Zoll
Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.