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Aktualisiert · Oktober 2026 12 Min. Lesezeit Door vs Port Belgien

Door-to-Door- vs Port-to-Port-Versand nach Belgien

Erfahren Sie die Unterschiede zwischen Door-to-Door- und Port-to-Port-Versand nach Belgien. Alles zu MwSt., Zoll, lokalen Gebühren und wie Sie Überraschungen in 2026 vermeiden.

Lucas Arillotta
Lucas Arillotta Supply Chain Manager bei SINO Shipping
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China Door vs Port Belgien
world map
Seefracht
$2,070–$2,530
Luftfracht
$3.95/kg
Seetransit
25–26 Tage
Lufttransit
5–7 Tage
In diesem Leitfaden
  1. 01 Was ist der Unterschied
  2. 02 Schritte & Leistungen Belgien
  3. 03 Überraschende Gebühren Belgien
  4. 04 Wer zahlt was
  5. 05 Serviceumfang für Belgien
  6. 06 Zertifizierungen & Vorschriften
  7. 07 Fehler von Importeuren Belgien
  8. 08 Fazit
Die wichtigsten Inhalte des Artikels
  • In Belgien gilt ein Standard-Mehrwertsteuersatz von 21 % auf Importe, der bei Door-to-Door-Angeboten meist enthalten ist.
  • Die EORI-Registrierung ist für alle Importeure Pflicht und dauert 1–5 Werktage.
  • PLDA (Paperless Customs & Excise) wird für die elektronische Zollabfertigung genutzt und ist meist in 24–72 Stunden abgeschlossen.
  • ISPM-15-Behandlung ist für Holzpaletten aus China vorgeschrieben; Nichtbeachtung kann zur Zurückweisung führen.
Lucas Arillotta Lucas Arillotta · Supply Chain Manager at SINO Shipping ·

Wenn Sie von China nach Belgien versenden, sind „door-to-door“ und „port-to-port“ weit mehr als nur Preisetiketten – sie legen genau fest, wer welche Schritte übernimmt, wer welche Gebühren zahlt und ob Sie am Ende mit unerwarteter Mehrwertsteuer, Zoll- oder Zustellkosten konfrontiert werden. Das belgische System ist streng: Schon ein fehlendes Dokument oder ein Missverständnis beim Leistungsumfang kann schnell zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten in Höhe von mehreren Hundert Euro oder sogar zur kompletten Zurückweisung der Sendung im Hafen führen. In diesem Leitfaden erfahren Sie, was jede Service-Stufe abdeckt, welche belgischen Behörden involviert sind und wie Sie die häufigsten Fallstricke vermeiden.

Was ist der Unterschied? (Door-to-Door vs Port-to-Port in Belgien)

Der belgische Logistikmarkt wird durch EU-Vorgaben, strenge Mehrwertsteuer-Erhebung und ein digitales Zollsystem (PLDA) geprägt. Viele Importeure gehen davon aus, dass „door-to-door“ sämtliche Leistungen abdeckt – doch wenn im Angebot nicht explizit DDP (Delivered Duty Paid) steht, können Mehrwertsteuer, Hafengebühren und Zollkosten trotzdem anfallen. „Port-to-port“ ist noch enger gefasst: Sie erhalten nur den Hauptlauf und müssen sämtliche Vor- und Nachläufe selbst organisieren.

Port-to-Port: Was ist enthalten?

Beim Port-to-port-Service wird der See-, Bahn- oder Luftfracht-Hauptlauf von einem chinesischen Hafen oder Flughafen (z. B. Shanghai oder Chengdu) zu einem belgischen Hafen oder Flughafen (Antwerpen, Zeebrugge, Brüssel, Lüttich) durchgeführt. Der Spediteur übernimmt das Verladen im Abgangshafen, den internationalen Transport und das Entladen im belgischen Hafen. Alle anderen Leistungen – Abholung, Ausfuhrabfertigung in China, belgische Zollabfertigung, Mehrwertsteuer und Zustellung – sind nicht enthalten.

Wenn Sie beispielsweise Seefracht Port-to-port von Shanghai nach Antwerpen buchen, müssen Sie selbst organisieren:

Port-to-port eignet sich für erfahrene Importeure mit lokalen Partnern oder eigenem Zollagenten.

Door-to-Door: Was ist enthalten?

Beim Door-to-door-Service sind die Abholung beim Lieferanten in China, der Hauptlauf (See, Bahn oder Luft), die Zollabfertigung in Belgien und die Zustellung an Ihre Adresse gebündelt. In Belgien umfasst „door-to-door“ häufig auch Mehrwertsteuer und Zollabfertigung, insbesondere wenn Sie DDP (Delivered Duty Paid) als Incoterm wählen. Aber „door-to-door“ allein ist nicht eindeutig – manche Spediteure arbeiten mit DAP (Delivered at Place), sodass Sie Mehrwertsteuer und Zölle bei Ankunft zahlen.

Klären Sie immer:

  • Ist die Mehrwertsteuer enthalten und bereits bezahlt?
  • Sind belgische Hafengebühren, Lagerkosten und Zollabfertigung abgedeckt?
  • Erfolgt die Zustellung bis zu Ihrer genauen Adresse oder nur bis zur Stadt?

Bei DDP übernimmt der Spediteur Mehrwertsteuer und Einfuhrabgaben im Voraus. Bei DAP zahlen Sie diese bei Ankunft selbst. Den Unterschied finden Sie im Vergleich DAP vs DDP.

Belgien im Überblick

Hier eine Übersichtstabelle, welche Leistungen je Service-Level enthalten sind:

SchrittPort-to-PortDoor-to-Door (DAP)Door-to-Door (DDP)
Abholung beim LieferantenNeinJaJa
Ausfuhrabfertigung (China)NeinJaJa
Hauptlauf (See/Luft/Bahn)JaJaJa
Belg. Hafen-/Flughafengeb.NeinJaJa
Importabfertigung (PLDA)NeinJaJa
MwSt. & EinfuhrabgabenNeinNeinJa
Zustellung letzte MeileNeinJaJa

Weitere Details zur Wahl des passenden Transportmodus finden Sie in unserem Leitfaden zu Versandarten und im Vergleich FCL vs LCL.

Was ist in welchem Schritt enthalten? (Belgische Leistungen & Ausschlüsse)

Das belgische Zoll- und Logistiksystem ist hoch digitalisiert und prüft jeden Schritt sehr genau. Der Umfang Ihres Services bestimmt, mit welchen Behörden Sie zu tun haben – und welche Gebühren auf Sie zukommen.

Port-to-Port: enthalten vs ausgeschlossen

Enthalten:

  • Hauptlauf (See, Bahn oder Luft)
  • Umschlag in Abgangs- und Ankunftshafen/-flughafen

Nicht enthalten:

  • Abholung und Ausfuhrabfertigung in China
  • Belgische Hafengebühren (Antwerpen, Zeebrugge, Brüssel)
  • Zollabfertigung (PLDA-Plattform)
  • Mehrwertsteuer (BTW/TVA) und Einfuhrzölle
  • Zustellung zu Ihrem Lager oder Ihrer Adresse

Bei Port-to-port-Angeboten müssen Sie sich selbst um die EORI-Registrierung (Economic Operators Registration and Identification), die Importabfertigung und die Zahlung der Mehrwertsteuer an den belgischen Zoll bzw. FOD Financiën kümmern. Siehe EORI-Registrierung.

Door-to-Door: enthalten vs variabel

Enthalten:

  • Abholung beim Lieferanten
  • Ausfuhrabfertigung in China
  • Hauptlauf nach Belgien
  • Belgischer Hafen-/Flughafenumschlag
  • Importabfertigung (PLDA)
  • Letzte Meile Zustellung

Variabel (schriftlich bestätigen lassen):

  • Mehrwertsteuer und Einfuhrabgaben (nur bei DDP inklusive)
  • Lagergeld oder Standgeld bei Verzögerungen
  • Sonderleistungen (Palettierung, Avisierung, Zustellung in Randlagen)

Durch das PLDA-Zollsystem und die strengen Mehrwertsteuerregeln in Belgien sollten Sie auch bei door-to-door immer prüfen, ob Ihr Angebot sämtliche behördlichen Gebühren abdeckt. Siehe Details zur Zollabfertigung und Tipps zur letzten Meile.

Belgische Transitsysteme (NCTS, ICS2)

Belgien nutzt mehrere spezielle Systeme:

  • PLDA (Paperless Customs & Excise): Alle Importanmeldungen erfolgen elektronisch.
  • ICS2 (Import Control System 2): Die Entry Summary Declaration (ENS) muss vor Ankunft der Ware eingereicht werden.
  • NCTS (New Computerised Transit System): Für EU-weite Transitverkehre.
  • EORI-Registrierung: Für alle Importeure verpflichtend.

Diese Systeme betreffen sowohl Port-to-port- als auch Door-to-door-Sendungen. Wenn Ihr Spediteur diese Meldungen nicht übernimmt, müssen Sie sie selbst einreichen – andernfalls kommt es zu Verzögerungen oder Ablehnung der Sendung.

Mehr zu Transitrouten finden Sie unter beste Versandrouten China–Belgien.

Belgische Gebühren, die Importeure überraschen (MwSt., Zoll und Hafenkosten)

Belgien ist berüchtigt für „versteckte“ Gebühren, die erst nach Ankunft der Ware auftauchen. Die meisten dieser Zusatzkosten sind gesetzlich bedingt – Mehrwertsteuer, Zollabfertigung, Hafenumschlag und Zustellgebühren.

Zielhafen-Gebühren in Belgien

Große Häfen wie Antwerpen und Zeebrugge berechnen:

  • Terminal Handling Charge (THC)
  • Lagergeld/Standgeld (bei verzögerter Abfertigung)
  • Gebühren für Zollkontrollen
  • Entkonsolidierungsgebühren bei Sammelladung (LCL)

An den Flughäfen (Brüssel, Lüttich) kommen Lagerhausgebühren und Sicherheitszuschläge hinzu. Bei Bahntransporten (z.B. Antwerpen über China-Europe Express) fallen ebenfalls Terminal- und Zollgebühren an.

Eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten bei FCL und LCL finden Sie im Seefracht FCL vs LCL Ratgeber sowie zu Palettenstandards.

Mehrwertsteuer-Berechnung und -Einzug

In Belgien gilt ein Standard-Mehrwertsteuersatz von 21 % (BTW/TVA) auf alle Importe. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Summe aus:

  • CIF-Wert (Kosten, Versicherung, Fracht)
  • Einfuhrzölle
  • Alle Hafen- und Abfertigungsgebühren

Die Mehrwertsteuer wird vom FÖD Finanzen oder dem belgischen Zoll eingezogen, meist über die PLDA-Plattform. Reduzierte Mehrwertsteuersätze (12 %, 6 %) gelten nur für bestimmte Warengruppen – die meisten Waren aus China werden mit 21 % besteuert. Bei DDP-Sendungen zahlt der Spediteur die MwSt., andernfalls zahlen Sie bei Ankunft.

Alle Details zur Berechnung finden Sie im Ratgeber zu Einfuhrzöllen und Steuern.

PLDA-Zollabfertigungsgebühren

Die Zollabfertigung erfolgt elektronisch über das PLDA-System. Folgende Gebühren fallen an:

  • Zollagenturgebühren (bei Beauftragung eines Agenten)
  • PLDA-Bearbeitungsgebühren
  • Kontrollgebühren (bei markierter Ware)

Die Abfertigung dauert mit vollständigen Unterlagen 24–72 Stunden, bei Kontrollen oder fehlenden Dokumenten kann sie sich auf 3–7 Tage verlängern.

Letzte Meile: Zustellung in Belgien

Für die Zustellung vom Hafen oder Flughafen bis zu Ihrer Adresse entstehen:

  • Lokale LKW-Gebühren (abhängig von Entfernung, Stadtzufahrt, Zuschlägen für ländliche Gebiete)
  • Avisierungsgebühren (wenn Terminvereinbarung im Lager nötig ist)
  • Palettierung oder Umpalettierung (wenn Ihre Ware nicht den EUR/EPAL-Normen entspricht)

Einige Lagerhäuser verlangen exakt nach EPAL-Spezifikation gepackte Paletten – Details dazu unter EUR/EPAL Palettenanforderungen.

Wer zahlt was? (Belgische Importgebühren richtig zuordnen)

Es ist entscheidend zu wissen, wer welche Gebühr trägt. Incoterm und Serviceumfang bestimmen Ihre Verantwortung.

Gebühr → Wer zahlt

Gebühr/LeistungPort-to-PortDoor-to-Door (DAP)Door-to-Door (DDP)
AbholungImporteurSpediteurSpediteur
AusfuhrabfertigungImporteurSpediteurSpediteur
HauptlaufSpediteurSpediteurSpediteur
Belgische HafengebührenImporteurSpediteurSpediteur
ZollabfertigungImporteurSpediteurSpediteur
EinfuhrzölleImporteurImporteurSpediteur
MwSt. (BTW/TVA)ImporteurImporteurSpediteur
Letzte Meile ZustellungImporteurSpediteurSpediteur

Wenn Sie Preissicherheit ohne Überraschungen möchten, wählen Sie Door-to-Door mit DDP. Details und Checkliste finden Sie im DDP Versandratgeber.

MwSt. und DDP-Sendungen

Bei DDP zahlt der Spediteur die Mehrwertsteuer und Einfuhrzölle für Sie. Bei DAP leisten Sie die Zahlung von MwSt. und Zöllen bei Ankunft der Ware. Dieser Unterschied ist entscheidend – der belgische Zoll gibt die Ware erst nach Zahlung der Mehrwertsteuer frei. Nutzen Sie bei Unsicherheiten unseren DAP vs DDP Vergleich und den Einfuhrzollrechner.

Antidumpingzölle

Belgien erhebt EU-Antidumpingzölle auf bestimmte chinesische Produkte (z.B. Stahl, Solarmodule). Diese werden zusätzlich zu den regulären Einfuhrzöllen berechnet. Prüfen Sie immer den HS-Code und klären Sie mit Ihrem Spediteur, ob Ihre Ware betroffen ist.

Den richtigen Serviceumfang für Belgien wählen (Port-to-Port oder Door-to-Door?)

Importeure in Belgien stehen vor strengen Zollvorschriften, hoher Mehrwertsteuer und komplexer Hafenabwicklung. Die passende Servicevariante hängt von Ihrer Erfahrung und Risikobereitschaft ab.

Port-to-Port wählen, wenn…

  • Sie einen lokalen Zollagenten und Zustellpartner haben
  • Sie jeden Schritt selbst steuern und lokale Gebühren verhandeln möchten
  • Sie bereit sind, sich für eine EORI zu registrieren und PLDA-Anmeldungen selbst zu erledigen

Port-to-Port kann bei großen, regelmäßigen Sendungen Kosten sparen – birgt aber Risiken durch belgische Vorschriften.

Door-to-Door wählen, wenn…

  • Sie alle Gebühren inklusive MwSt. und Zollabfertigung gebündelt wünschen
  • Sie keine lokalen Partner oder EORI-Nummer haben
  • Sie eine Lieferung bis zur Wunschadresse ohne Überraschungen benötigen

Door-to-Door ist ideal für Neueinsteiger, E-Commerce-Unternehmen und alle, die kalkulierbare Kosten bevorzugen.

Mehr zur Wahl des richtigen Umfangs finden Sie im Versandarten-Ratgeber, im Vergleich Luftfracht vs Express und bei Tipps zur letzten Meile.

Die wichtigste Regel für gebührenfreie Importe in Belgien

Garantierte Preissicherheit gibt es nur mit einem schriftlichen Door-to-Door DDP-Angebot, in dem MwSt. und Zölle explizit enthalten sind. Alles andere birgt das Risiko unerwarteter belgischer Zusatzkosten.

Belgien-spezifische Zertifizierungen und Vorschriften (CE-Kennzeichnung, EORI, ISPM-15)

In Belgien gelten die EU-weiten Produktvorschriften, eine strenge Importeur-Registrierung und klare Regeln für Holzverpackungen. Wenn Sie diese Vorgaben nicht einhalten, drohen Verzögerungen oder sogar eine Zurückweisung Ihrer Sendung.

CE-Kennzeichnung und Produktsicherheit

Für die meisten nach Belgien importierten Waren ist eine CE-Kennzeichnung zur Einhaltung von Sicherheits- und Regulierungsstandards Pflicht. Typische Produktgruppen:

  • Elektro & Elektronik: CE (Niederspannungsrichtlinie, EMV)
  • Funkgeräte/Funktechnik: CE (Funkanlagenrichtlinie)
  • Spielzeug: CE (Spielzeugrichtlinie)
  • Chemikalien: REACH, RoHS

Fehlen die notwendigen Zertifikate, hält der belgische Zoll Ihre Ware zurück oder verweigert die Einfuhr. Details finden Sie im CE-Kennzeichnung, REACH, RoHS Leitfaden.

EORI-Registrierungsprozess

Jeder Importeur benötigt eine EORI-Nummer, die vom belgischen Zoll vergeben wird. Die Beantragung ist kostenlos und dauert 1–5 Werktage. Ohne EORI können Sie Ihre Ware nicht über PLDA abfertigen. Die einzelnen Schritte finden Sie im Leitfaden zu Einfuhrabgaben & Steuern.

Holzverpackungen und ISPM-15

Alle Holzverpackungen (Paletten, Kisten) aus China müssen nach ISPM-15 behandelt und gestempelt sein. In Belgien werden EUR/EPAL-Paletten im Maß 800x1200mm verwendet. Nicht behandelte oder falsche Paletten führen zu Ablehnung oder teurem Umpalettieren. Details zu den Standards finden Sie im EUR/EPAL Paletten-Leitfaden.

Typische Fehler von Importeuren in Belgien (und wie Sie sie vermeiden)

Wir beobachten immer wieder die gleichen Belgien-spezifischen Fehler – jeder einzelne kann Tage oder Hunderte Euro kosten.

Fehlende EORI-Registrierung

Ohne EORI-Nummer kann Ihre Sendung nicht beim Zoll abgefertigt werden. Die Registrierung dauert 1–5 Werktage und muss vor dem Import abgeschlossen sein.

Falsches Palettenmaß oder ISPM-15-Nichtbeachtung

Wer keine EUR/EPAL-Paletten oder unbehandeltes Holz verwendet, riskiert Ablehnung oder kostenpflichtiges Umpalettieren. Das verursacht Verzögerungen und hohe Zusatzkosten. Nutzen Sie immer ISPM-15-behandelte EUR/EPAL-Paletten – siehe Paletten-Leitfaden.

Unvollständige EU-Produktzertifikate

Fehlende CE-Kennzeichnung, REACH- oder RoHS-Dokumente führen zu Zollstopps oder Ablehnung. Der belgische Zoll kontrolliert diese Unterlagen streng. Die vollständige Checkliste finden Sie im CE-Kennzeichnung, REACH, RoHS Leitfaden.

Missverständnisse bei der Mehrwertsteuer (VAT) bei DDP

Manche Importeure gehen davon aus, dass bei DDP-Angeboten die belgische Mehrwertsteuer immer enthalten ist – tatsächlich schließen manche Spediteure die VAT aus. Fordern Sie immer eine schriftliche Bestätigung und prüfen Sie den DDP-Versandratgeber.

Lieferung während belgischer Feiertage

An Nationalfeiertagen (21. Juli), Weihnachten/Neujahr, dem Tag der Arbeit und weiteren Feiertagen sind Häfen und Zoll in Belgien geschlossen. Lieferungen in diesen Zeiträumen führen zu Verzögerungen und Lagergebühren. Für die Planung finden Sie alle Termine im kompletten Belgien-Versandratgeber.

Fazit

Beim Tür-zu-Tür-Service in Belgien – insbesondere mit DDP – sind meist alle Kosten inklusive: VAT, Zollabfertigung und Zustellung. Beim Port-zu-Port-Service tragen Sie die Verantwortung für belgische Hafengebühren, VAT, EORI-Registrierung, Zollabwicklung und die letzte Meile. Für kalkulierbare Kosten und weniger Stress klären Sie immer den Incoterm und lassen Sie sich alle enthaltenen Gebühren schriftlich bestätigen. Wenn Sie ein Komplettangebot für Ihren China–Belgien-Transport wünschen, fordern Sie ein Belgien-Versandangebot an – unser Team erläutert Ihnen jeden Schritt, damit es keine Überraschungen gibt.

ReferenzGlossar· 30 Begriffe

Suchen Sie einen Begriff oder springen Sie nach Buchstaben.

all-in
Angebot, das alle Hauptkosten (z. B. Fracht, Handling, Verzollung) enthält; prüfen Sie immer, was abgedeckt ist, um keine Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
BTW
Belasting over de Toegevoegde Waarde – die belgische Mehrwertsteuer, die auf die meisten Importwaren erhoben wird.
CE
Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
CIF
Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
clearance
Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
DAP
Delivered At Place: Verkäufer liefert bis zum benannten Ort (z.B. Lager des Käufers) und entlädt, Importabfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer übernimmt der Käufer, IOR ist der Empfänger.
DDP
Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
door-to-door
Service von Tür zu Tür: Der Spediteur oder Carrier organisiert die komplette Transportkette inklusive Abholung und Zustellung beim Empfänger.
duty
Einfuhrzoll: Steuer, die vom Zoll auf importierte Waren erhoben wird – Bemessung nach HS-Code, Warenwert und Ursprungsland.
EORI
Economic Operators Registration and Identification number. Obligatorisch für alle Unternehmen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Polen importieren.
EORI-Nummer
EORI-Nummer. Notwendige Registrierungsnummer für Importeure und Exporteure zur Abfertigung von Waren beim deutschen Zoll.
EXW
Ex Works: Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort bereit; der Käufer organisiert Abholung, Ausfuhr, Hauptlauf und alles Weitere. Risikoübergang am Werkstor – frühester Incoterm.
FCA
Free Carrier: Verkäufer liefert an benannten Ort (CY, CFS oder Terminal); Käufer bucht Hauptlauf und Versicherung. Risikoübergang bei Übergabe an Carrier – klarer, belegbarer Zeitpunkt. Für Container (FCL/LCL) besser als FOB; bei Luftfracht FCA oder CIP nutzen.
FCL
Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
FOB
Free On Board: Verkäufer liefert bis an Bord des Schiffs und erledigt Ausfuhr; Käufer organisiert Hauptlauf und Import ab Schiffsreling. Risikoübergang beim Laden aufs Schiff. Nur für Seefracht – bei Luftfracht FCA nutzen. Bei Containern ist der „On Board“-Zeitpunkt oft unklar; FCA (CY/CFS) ist transparenter.
ISPM-15
ISPM 15: Internationaler Standard für die Behandlung von Holzverpackungen (z. B. Paletten), um Schädlingsbefall zu verhindern.
last-mile
Letzter Transportabschnitt vom Hafen, Flughafen oder Lager bis zur Empfängeradresse. Zuschläge für abgelegene Gebiete oder Privatadressen möglich.
LCL
Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer. Synonym für Umsatzsteuer, in Deutschland gebräuchlich.
MWST
Mehrwertsteuer – Schweizer Umsatzsteuer, die auf die meisten Importwaren erhoben wird.
PLDA
Paperless Douane & Accijnzen – das belgische elektronische System für Zoll- und Verbrauchsteueranmeldungen im Im- und Export.
port-to-port
Service from origin port to destination port only: Reiner Hauptlauf von Abgangs- zu Zielhafen; Vor- und Nachlauf müssen separat organisiert werden.
REACH
REACH-Verordnung (EG 1907/2006). EU-Regelung zur Kontrolle von Chemikalien in Produkten, die nach Portugal importiert werden.
RoHS
RoHS-Richtlinie (2011/65/EU). EU-Vorschrift, die gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bei Importen nach Portugal begrenzt.
Spielzeugrichtlinie
Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG). EU-Vorschrift zur Sicherheit von importiertem Spielzeug in Österreich.
THC
Terminal Handling Charge: Gebühr für das Be- und Entladen von Containern am Hafenterminal. Am Ursprung zahlt bei EXW der Käufer, bei FOB der Verkäufer; am Zielort immer der Käufer.
TVA
Taxe sur la Valeur Ajoutée: Französische Mehrwertsteuer, Standardsatz 20 %, wird bei der Einfuhr vom Zoll erhoben.
VAT
Mehrwertsteuer. Standard-Verbrauchssteuer auf Importe in Kambodscha, aktuell 10%.
Zoll
Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.