In diesem Leitfaden
- CIF gilt für See- und Binnenschifftransporte nach Deutschland; CIP deckt alle Transportarten inkl. Luft- und Bahnverkehr ab.
- CIP-Sendungen nach Deutschland müssen zu mindestens 110 % des Warenwerts versichert sein und den Institute Cargo Clauses (A) entsprechen.
- Die EORI-Registrierung ist für alle Importeure verpflichtend und dauert 1–3 Werktage, gebührenfrei.
- Nicht ISPM 15-konforme Paletten werden in deutschen Häfen abgewiesen oder vernichtet – hohe Verzögerungen drohen.
Lucas Arillotta · Supply Chain Manager at SINO Shipping · CIF und CIP wirken auf dem Frachtangebot fast identisch, doch der entscheidende Unterschied zeigt sich, sobald Ihre Sendung aus China in Hamburg, Bremerhaven oder Frankfurt ankommt – und Sie feststellen, dass der Versicherungsschutz nicht Ihren Erwartungen entspricht. Für Warenlieferungen nach Deutschland geht es bei der Wahl zwischen CIF und CIP nicht nur darum, wer die Fracht bezahlt, sondern auch darum, wer die Versicherung organisiert, wie hoch die Deckung ist und an welcher Stelle das Risiko vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Deutsche Zollbehörden, Versicherer und Logistikdienstleister verlangen exakte Dokumente und eine klare Aufteilung der Verantwortlichkeiten. Fehler führen zu Verzögerungen, abgelehnten Schadensfällen oder sogar zusätzlichen Umsatzsteuer- und Zollforderungen.
Dieser Leitfaden erklärt die CIF- und CIP-Incoterms für Importe von China nach Deutschland: welcher Begriff zu Ihrem Transportweg passt (See, Luft, Bahn), was die Versicherung tatsächlich abdeckt und wo Risiko und Haftung übergehen. Wir zeigen Ihnen die praktischen Schritte für die Einhaltung deutscher Vorschriften, weisen auf typische Fallstricke hin (wie den Einsatz von CIF bei Luftfracht oder das Ignorieren der ISPM 15 Palettenregel) und helfen Ihnen mit einem Auswahltool und einer Checkliste, schnell zu entscheiden. Weitere Informationen finden Sie unter Wahl des Transportwegs, Seefrachtoptionen, Luftfracht vs Express und deutsche Einfuhrabgaben und Steuern.
CIF vs CIP für Deutschlandimporte (kurze Definitionen im Überblick)
Was CIF für Sendungen nach Deutschland bedeutet
CIF (Cost, Insurance and Freight) gilt ausschließlich für See- und Binnenschiffstransporte. Der Verkäufer bezahlt die Fracht bis zum benannten deutschen Hafen – meist Hamburg oder Bremerhaven – und organisiert die Versicherung, allerdings nur auf dem Mindestniveau, das die Incoterms vorschreiben (in der Regel Institute Cargo Clauses C). Sobald die Ware an Bord des Schiffes geladen ist, geht das Risiko vom Verkäufer auf den Käufer über. Nach Ankunft kümmern Sie sich um die Zollabwicklung über ATLAS, zahlen Umsatzsteuer und Zoll und organisieren die letzte Meile.
CIF wird häufig bei containerisierter Seefracht genutzt, wenn der Importeur mit einer Basisversicherung zufrieden ist und die deutsche Logistik selbst steuern möchte. Für einen detaillierten Vergleich FCL/LCL siehe Seefracht FCL vs LCL.
Was CIP für Sendungen nach Deutschland bedeutet
CIP (Carriage and Insurance Paid to) kann für jeden Transportweg eingesetzt werden – See, Luft, Bahn oder multimodal. Der Verkäufer bezahlt die Lieferung bis zum vereinbarten Ort in Deutschland (zum Beispiel Frankfurt Flughafen bei Luftfracht, Hamburg bei Bahntransport). Entscheidend ist, dass laut Incoterms 2020 der Verkäufer eine Versicherung bereitstellen muss, die mindestens 110% des Warenwerts abdeckt und den Institute Cargo Clauses A (All-Risks) entspricht. Das Risiko geht früher über – nämlich sobald die Ware dem ersten Frachtführer übergeben wird, nicht erst beim Laden auf das Schiff.
CIP eignet sich für hochwertige, empfindliche oder zeitkritische Sendungen, bei denen ein umfassender Versicherungsschutz unerlässlich ist. Es ist Standard bei Luftfracht von China nach Deutschland und Bahnstrecken wie Xi’an–Hamburg.
CIF vs CIP: wichtigste Unterschiede im deutschen Handel
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede:
| Begriff | Transportart | Verkäufer zahlt | Versicherungsniveau | Risikoübergang | Typischer Ankunftsort |
|---|---|---|---|---|---|
| CIF | See/Binnenschiff | Bis deutscher Hafen | Minimum (ICC C) | Beim Laden auf das Schiff | Hamburg, Bremerhaven |
| CIP | Alle Transportarten | Bis vereinbarter Ort | Umfassend (ICC A, 110% Wert) | Bei Übergabe an ersten Frachtführer | Frankfurt, Hamburg (Bahn), Bremerhaven (See) |
Mehr zu Incoterms finden Sie unter Incoterms erklärt für Deutschland, FCA vs FOB und DAP vs DDP.
Japan Incoterm picker
Moderate value or fragility tilts toward CIP—broader cover reduces claim disputes. Worth the small premium for peace of mind.
What to ask for in the insurance certificate
- Clause (ICC A, B, or C)
- Insured value (% above invoice)
- Exclusions (packing, humidity, delay)
- Franchise / deductibles
- Claim procedure and contact
Warum Versicherungsstandards wichtiger sind als Incoterms (deutscher Importkontext)
Deutsche Importeure müssen strenge Vorgaben beim Versicherungsschutz erfüllen – besonders bei CIP. Es reicht nicht, wenn der Verkäufer im Angebot einfach „versichert“ ankreuzt. Zoll, Versicherer und Logistikdienstleister in Deutschland verlangen einen Nachweis über die Deckung, wobei die Mindestanforderungen durch Gesetz und Incoterms festgelegt sind.
Bei CIP muss der Verkäufer eine Versicherung abschließen, die mindestens 110% des Warenwerts abdeckt und den Institute Cargo Clauses A (All-Risks) entspricht. Das ist deutlich umfassender als die Basisversicherung „benannte Gefahren“ bei CIF. Wenn Ihre Ware wertvoll, empfindlich oder besonders diebstahl- bzw. feuchtigkeitsgefährdet ist (siehe Leitfaden Feuchtigkeitsschutz), ist CIP meist die sicherere Wahl.
Bei CIF ist die Versicherung oft auf Institute Cargo Clauses C begrenzt – sie deckt nur größere Schadensfälle wie Feuer, Untergang oder Kollision ab. Viele Importeure merken zu spät, dass „versichert“ nur das absolute Minimum bedeutet und Ansprüche wegen Diebstahl, Plünderung oder Wasserschäden abgelehnt werden.
- Bei CIF kaufen Verkäufer häufig nur eine Basisversicherung – dadurch entstehen Lücken bei Diebstahl, Bruch oder Wasserschäden.
- Deutsche Versicherer verlangen detaillierte Schadensunterlagen; unklare Zertifikate oder nicht eindeutig geregelte Verantwortlichkeiten führen zu Verzögerungen oder abgelehnten Ansprüchen.
- Definieren Sie Ihre Versicherungsanforderungen immer im Vertrag und verlangen Sie eine Kopie der Police.
Mehr zum Thema Versicherung finden Sie im Leitfaden zur Transportversicherung in Deutschland und bei Mehrwertleistungen.
CIF vs CIP: Was deutsche Importeure wirklich bei der Versicherung erhalten
CIF-Versicherung: Minimaldeckung bei Seefracht
CIF-Sendungen nach Deutschland sind nur mit dem nach Incoterms vorgeschriebenen Mindestschutz versichert – in der Regel Institute Cargo Clauses C. Diese Police deckt Totalverluste ab (z.B. durch Feuer, Untergang, Kollision), schließt aber Teilschäden, Diebstahl, Feuchtigkeit oder Umschlagsschäden aus. Wer seine Ware diesen Risiken aussetzt, ist mit der Standard-CIF-Versicherung nicht ausreichend geschützt.
Oft erleben Importeure, dass Schadensmeldungen abgelehnt werden, sofern kein Totalschaden vorliegt. Für empfindliche Waren, Elektronik oder diebstahlgefährdete Güter ist das ein erhebliches Risiko.
CIP-Versicherung: Umfassender Schutz für alle Transportarten
Bei CIP-Sendungen muss die Versicherung mindestens 110 % des Rechnungswerts betragen und den Institute Cargo Clauses A (Allgefahrendeckung) entsprechen. Damit sind auch Diebstahl, Unterschlagung, Bruch, Wasserschäden und die meisten Umschlagrisiken abgedeckt. Für Luft- und Bahntransporte nach Deutschland (z.B. von Shenzhen nach Frankfurt oder von Xi’an nach Hamburg) wird fast immer CIP verwendet.
Deutsche Zollbehörden und Versicherer verlangen eine klare Police und einen Nachweis des Versicherungsschutzes. Wer hochwertige Güter versendet oder Teilschäden absichern will, ist mit CIP auf der sicheren Seite.
Versicherungsdetails für den deutschen Zoll
Um Verzögerungen oder abgelehnte Schadensfälle zu vermeiden, sollten deutsche Importeure:
- Die Versicherungspolice und das Zertifikat vor Versand anfordern.
- Prüfen, ob der Schutz den Institute Cargo Clauses A (bei CIP) entspricht.
- Sicherstellen, dass die Police für den gesamten Transport bis zum benannten Ort in Deutschland gilt.
- Die Versicherungsdaten in der ATLAS-Zollanmeldung angeben.
Weitere Hinweise finden Sie unter Buchungsfristen und Versicherungszeitpunkt.
CIF vs. CIP-Versicherung: Gegenüberstellung
| Merkmal | CIF (nur Seeweg) | CIP (alle Verkehrsträger) |
|---|---|---|
| Mindestdeckung | ICC C (benannte Gefahren) | ICC A (Allgefahrendeckung), 110% |
| Abgedeckte Risiken | Nur Totalschaden | Teilschaden, Diebstahl, Beschädigung |
| Schadensabwicklung | Verkäuferzertifikat | Vollständige Police, Schadenskit |
| Zollanerkennung | Evtl. Zusatzdokumente nötig | Akzeptiert bei ICC A |
Wann Risiko und Haftung bei CIF und CIP übergehen (deutsche Importregeln)
Risikoübergang bei CIF und CIP
Der Punkt des Risikoübergangs ist entscheidend für die deutsche Umsatzsteuer, den Zoll und die Schadenregulierung:
- Bei CIF geht das Risiko auf den Käufer über, sobald die Ware im Verschiffungshafen (z.B. Shanghai) an Bord des Schiffs geladen wird. Ab diesem Moment trägt der Käufer alle Risiken – auch wenn der Verkäufer die Versicherung bezahlt hat.
- Bei CIP geht das Risiko über, sobald die Ware dem ersten Frachtführer (z.B. Lkw-Fahrer, Spediteur oder Airline) übergeben wird. Der Verkäufer zahlt zwar Fracht und Versicherung bis zum benannten Ort, aber das Risiko trägt ab Übergabe der Käufer.
Dieser Risikoübergang wirkt sich nicht nur auf Versicherungsansprüche aus, sondern auch auf die Berechnung von Einfuhrumsatzsteuer und Zoll, da die deutsche Steuerpflicht ab Grenzübertritt beginnt.
Warum Verkäuferzahlung ≠ Verkäuferhaftung in Deutschland
Nur weil der Verkäufer Fracht und Versicherung bezahlt, heißt das nicht, dass er für jeden Schaden haftet. Nach deutschem Recht und den Incoterms gilt: Sobald das Risiko übergeht, muss der Käufer Ansprüche direkt mit dem Versicherer klären – nicht mit dem Verkäufer. Ist die Versicherung unzureichend, trägt der Käufer das verbleibende Risiko.
Mehr zu Risikoübergang und Zoll finden Sie unter Haus-zu-Haus- vs. Hafen-zu-Hafen-Lieferung und Letzte Meile in Deutschland.
Deutschland CIF/CIP Import-Checkliste
Vor Buchung Ihrer Sendung abschließen
Wann und wie CIF oder CIP gilt (See, Luft und Bahn nach Deutschland)
Seefracht nach Deutschland: CIF vs. CIP
CIF ist ausschließlich bei See- und Binnenschiffstransporten zulässig. Wer FCL- oder LCL-Container von Shanghai oder Shenzhen nach Hamburg oder Bremerhaven verschifft, kann CIF wählen – aber nur, wenn die Mindestversicherung ausreicht. Wer umfassenderen Schutz wünscht, kann auch bei Seefracht CIP nutzen.
Eine vollständige Übersicht finden Sie unter FCL vs. LCL Seefracht und Cut-off-Zeiten für Abfahrten.
Luft- und Bahntransporte nach Deutschland: Nur CIP
CIF ist für Luft- oder Bahntransporte nicht zulässig. Für Luftfracht (z.B. Shenzhen–Frankfurt Flughafen) ist CIP Standard. Auch Bahntransporte von Xi’an nach Hamburg laufen unter CIP, wobei mindestens 110 % des Warenwerts versichert sind.
Bietet Ihr Lieferant CIF für Luft- oder Bahntransporte an, ist das ein Warnsignal – deutsche Zollbehörden und Versicherer lehnen diesen Begriff ab, was zu Verzögerungen oder Mehrkosten führen kann.
Weitere Informationen finden Sie unter beste Routen nach Deutschland und Versandkalender für Buchungen.
Deutschland Import-Basics (Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Compliance-Schritte)
EORI-Registrierung: Ihr erster Compliance-Schritt
Jeder Importeur nach Deutschland benötigt eine EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification). Die Registrierung ist kostenlos und dauert in der Regel 1–3 Werktage. Ohne EORI bleibt Ihre Sendung beim Zoll hängen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter Zollabwicklung in Deutschland über ATLAS.
AIS und ATLAS: Digitale Zollanmeldung
In Deutschland erfolgt jede Zollanmeldung digital über das Automated Import System (AIS) auf der ATLAS-Plattform. Die Eingangszusammenfassung (ENS) muss vor Ankunft der Ware eingereicht werden – unabhängig vom Transportweg. Achten Sie darauf, dass Ihre Versicherungsdokumente beigefügt sind und mit dem verwendeten Incoterm übereinstimmen.
ISPM 15 und Palettenvorschriften für deutsche Häfen
Alle Holzverpackungen aus China müssen den ISPM 15-Standards zur Hitzebehandlung entsprechen. Nicht-konforme Paletten werden in deutschen Häfen abgewiesen oder vernichtet. Details finden Sie im EUR/EPAL Paletten-Leitfaden.
Wichtige Zertifizierungen für den Markteintritt in Deutschland
Für die meisten Produkte ist eine CE-Kennzeichnung erforderlich, geprüft und zertifiziert durch TÜV Rheinland oder DEKRA. Elektronik, Spielwaren, Maschinen und Medizinprodukte müssen EU-Standards erfüllen. Für Lebensmittel und Kosmetika sind zusätzliche Prüfungen durch BAM, BVL und BfR vorgeschrieben. Siehe CE-Kennzeichnung, REACH und RoHS sowie Lebensmittel/Kosmetik-Compliance.
Typische Fehler bei CIF und CIP in Deutschland (und wie Sie sie vermeiden)
CIF für Luft- oder Bahntransporte verwenden
CIF gilt ausschließlich für Seefracht und Binnenschiff. Wird CIF für Luftfracht oder Bahn genutzt, ist der Incoterm rechtlich ungültig – die deutsche Zollbehörde kann Ihre Anmeldung ablehnen und Versicherer verweigern im Schadensfall die Regulierung.
Versicherungsschutz bei CIF und CIP gleichsetzen
Viele Importeure gehen davon aus, dass beide Incoterms denselben Versicherungsschutz bieten. Tatsächlich deckt CIF nur den Mindestschutz (ICC C) ab, während CIP eine umfassende Versicherung (ICC A, 110% Warenwert) verlangt. Wer die Police nicht prüft, riskiert Deckungslücken.
Verzögerte EORI-Registrierung
Ohne EORI-Nummer kann Ihre Ware den deutschen Zoll nicht passieren. Die Registrierung dauert 1–3 Tage, Verzögerungen führen schnell zu 7+ Tagen Wartezeit – besonders rund um Feiertage wie den Tag der Deutschen Einheit oder Weihnachten.
ISPM 15-Palettenvorgaben ignorieren
Nicht ISPM 15-konforme Paletten aus China werden in deutschen Häfen abgelehnt oder vernichtet. Bestehen Sie im Kaufvertrag immer auf Hitzebehandlung und Zertifizierung.
Falsche Zuordnung des Incoterms zum Transportmittel
Wer CIF für Luftfracht oder CIP für Seefracht ohne explizite Versicherung nutzt, riskiert Compliance-Probleme und Schwierigkeiten bei Schadensfällen.
Fehlende oder unklare Versicherungsdokumente für den Zoll
Deutsche Zollbehörden und Versicherer verlangen eine eindeutige Versicherungspolice, die Incoterm und Transportart widerspiegelt. Unklare oder fehlende Dokumente führen zu Verzögerungen oder abgelehnten Ansprüchen.
- Niemals CIF für Luft- oder Bahntransporte nutzen – hierfür immer CIP wählen.
- Gehen Sie nicht automatisch von “Vollversicherung” aus; prüfen Sie Police und Deckungsumfang genau.
- Registrieren Sie Ihre EORI frühzeitig – die Verzollung hängt davon ab.
- Bestehen Sie bei Holzverpackungen immer auf ISPM 15-Paletten.
- Fügen Sie die Versicherungsdokumente Ihrer ATLAS-Zollanmeldung bei.
CIF vs. CIP für Deutschland: Fazit und nächste Schritte
Die Entscheidung zwischen CIF und CIP beim Import von China nach Deutschland hängt von Transportweg und Risikobereitschaft ab. CIF eignet sich für Seefracht, wenn Sie mit Mindestversicherung und eigener Organisation der deutschen Logistik einverstanden sind. CIP ist für Luftfracht, Bahn und multimodale Transporte unverzichtbar und bietet einen deutlich umfassenderen Versicherungsschutz.
Um Verzögerungen, abgelehnte Schadensfälle oder zusätzliche Einfuhrumsatzsteuer/Zollkosten zu vermeiden, prüfen Sie Ihre EORI-Registrierung, achten Sie auf ISPM 15-konforme Paletten und bestehen Sie auf korrekten Versicherungsnachweisen. Für ein individuelles Angebot und eine Schritt-für-Schritt-Beratung fordern Sie ein Angebot für Deutschland-Transporte an oder informieren Sie sich im kompletten Deutschland-Shipping-Guide zu Transportarten, Streckenplanung, Compliance und Zustellung.
Wir erleben immer wieder, dass Importeure an falschen Incoterms, lückenhafter Versicherung oder fehlenden Compliance-Schritten scheitern. Sorgen Sie für vollständige Dokumente, definieren Sie Ihren Versicherungsschutz klar und buchen Sie frühzeitig – besonders rund um deutsche Feiertage und in der Hochsaison.
ReferenzGlossar· 31 Begriffe
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- AIS
- Automatisiertes Import-System: Irlands elektronische Plattform für Zollanmeldungen und Importabwicklung.
- ATLAS
- Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungssystem. Deutschlands elektronisches System für Zollanmeldungen im Import und Export.
- CE
- Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
- CE-Kennzeichnung
- CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
- CIF
- Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
- CIP
- Carriage and Insurance Paid To – für alle Transportarten; Verkäufer zahlt Fracht und umfassende Versicherung (oft ICC A) bis zum vereinbarten Ort; bietet höheren Schutz als CIF und ist für Luftfracht und hochwertige Güter zu empfehlen.
- clearance
- Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
- cut-off
- Annahmeschluss für Ware oder Dokumente, um einen bestimmten Schiffs- oder Flugtermin zu erreichen; Verpassen führt meist zu einem Tag Verzögerung.
- DAP
- Delivered At Place: Verkäufer liefert bis zum benannten Ort (z.B. Lager des Käufers) und entlädt, Importabfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer übernimmt der Käufer, IOR ist der Empfänger.
- DDP
- Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
- door-to-door
- Service von Tür zu Tür: Der Spediteur oder Carrier organisiert die komplette Transportkette inklusive Abholung und Zustellung beim Empfänger.
- Einfuhrumsatzsteuer
- Einfuhrumsatzsteuer. Steuer, die auf importierte Waren nach Deutschland erhoben und vom Zoll bei der Einfuhr eingezogen wird.
- EORI
- Economic Operators Registration and Identification number. Obligatorisch für alle Unternehmen, die aus Nicht-EU-Ländern nach Polen importieren.
- EORI-Nummer
- EORI-Nummer. Notwendige Registrierungsnummer für Importeure und Exporteure zur Abfertigung von Waren beim deutschen Zoll.
- EXW
- Ex Works: Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort bereit; der Käufer organisiert Abholung, Ausfuhr, Hauptlauf und alles Weitere. Risikoübergang am Werkstor – frühester Incoterm.
- FCA
- Free Carrier: Verkäufer liefert an benannten Ort (CY, CFS oder Terminal); Käufer bucht Hauptlauf und Versicherung. Risikoübergang bei Übergabe an Carrier – klarer, belegbarer Zeitpunkt. Für Container (FCL/LCL) besser als FOB; bei Luftfracht FCA oder CIP nutzen.
- FCL
- Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
- FOB
- Free On Board: Verkäufer liefert bis an Bord des Schiffs und erledigt Ausfuhr; Käufer organisiert Hauptlauf und Import ab Schiffsreling. Risikoübergang beim Laden aufs Schiff. Nur für Seefracht – bei Luftfracht FCA nutzen. Bei Containern ist der „On Board“-Zeitpunkt oft unklar; FCA (CY/CFS) ist transparenter.
- ICC A
- Institute Cargo Clauses (A): Umfassendste Transportversicherung für Seefracht; deckt alle Risiken außer expliziten Ausschlüssen. Wird bei CIP für hochwertige Ware oft genutzt.
- ICC C
- Institute Cargo Clauses (C): Basisschutz für Seefracht; weniger gedeckte Risiken als B. Typisch bei CIF-Mindestdeckung – schließt Umschlagschäden und Diebstahl aus.
- Incoterms
- Internationale Handelsklauseln: Standardregeln (EXW, FOB, CIF, DDP etc.), die festlegen, wer zahlt, wer verzollt und ab wann das Risiko übergeht.
- Institute Cargo Clauses
- Standardklauseln für Seeversicherung: ICC A (Allgefahren), ICC B (benannte Gefahren), ICC C (Basis). CIF verlangt meist nur Minimum (C); CIP deckt oft breiter ab.
- ISPM 15
- Internationaler Standard ISPM 15: Behandlungsnachweis für Holzverpackungen (Paletten, Kisten) – Hitzebehandlung oder Begasungsstempel erforderlich. Nicht konforme Holzverpackung blockiert die Einfuhrfreigabe in Japan.
- last-mile
- Letzter Transportabschnitt vom Hafen, Flughafen oder Lager bis zur Empfängeradresse. Zuschläge für abgelegene Gebiete oder Privatadressen möglich.
- LCL
- Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
- multimodal
- Multimodaler Transport: Kombination mehrerer Verkehrsträger (z. B. Lkw + See + Lkw). CIP gilt, CIF nicht. Ermöglicht bessere Versicherung über die gesamte Strecke.
- port-to-port
- Service from origin port to destination port only: Reiner Hauptlauf von Abgangs- zu Zielhafen; Vor- und Nachlauf müssen separat organisiert werden.
- REACH
- REACH-Verordnung (EG 1907/2006). EU-Regelung zur Kontrolle von Chemikalien in Produkten, die nach Portugal importiert werden.
- RoHS
- RoHS-Richtlinie (2011/65/EU). EU-Vorschrift, die gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bei Importen nach Portugal begrenzt.
- Umsatzsteuer
- Deutsche Umsatzsteuer (VAT). Fällt auf die meisten Importe und Verkäufe an, Standardsatz 19%.
- Zoll
- Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.
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