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Aktualisiert · Oktober 2026 11 Min. Lesezeit Feuchteschutz

Feuchteschutz für Importe nach Deutschland (ISPM 15, Trockenmittel und Zollvorschriften erklärt)

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Ladung auf der Route China–Deutschland vor Feuchtigkeitsschäden schützen. Expertenrat zu ISPM 15, Trockenmitteln, ATLAS-Anmeldung und Zollkonformität.

Lucas Arillotta
Lucas Arillotta Supply Chain Manager bei SINO Shipping
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China Feuchteschutz
world map
Seefracht
$2,160–$2,640
Luftfracht
$4.14/kg
Seetransit
25–33 Tage
Lufttransit
5–6 Tage
In diesem Leitfaden
  1. 01 Feuchtigkeit China–Deutschland
  2. 02 Trockenmittel und Containerliner
  3. 03 ISPM 15 & Palettenstandards DE
  4. 04 Barrieresäcke und Schrumpffolie
  5. 05 VCI & Lösungen für Metall/Elektr
  6. 06 Nachweis für Feuchtigkeitsschutz
  7. 07 Fehler beim Feuchtigkeitsschutz
  8. 08 Fazit
Die wichtigsten Inhalte des Artikels
  • ISPM 15-Hitzebehandlung und <20% Feuchtigkeitsgehalt sind für alle Holzverpackungen nach Deutschland Pflicht.
  • Trockenmittel und Container-Liner werden bei empfindlicher Ware erwartet; mangelhafter Schutz führt oft zur Zollablehnung.
  • ENS (Entry Summary Declaration) muss vor Ankunft im ATLAS-System für jede Sendung nach Deutschland angemeldet werden.
  • 2–5 % der Sendungen mit Holzverpackung werden an deutschen Häfen wegen ISPM 15-Verstößen abgelehnt.
Lucas Arillotta Lucas Arillotta · Supply Chain Manager at SINO Shipping ·

Feuchtigkeit ist der unsichtbare Saboteur auf den China→Deutschland-Transportrouten. Immer wieder erleben wir, dass Kartons in Hamburg mit Wasserflecken ankommen, Elektronikbauteile korrodieren und Metallteile rosten – und das, obwohl am Ursprungsort sorgfältig verpackt wurde. Die Ursachen? Lange Seefrachtlaufzeiten, starke Temperaturschwankungen, sogenannter Containerregen und strenge deutsche Zollkontrollen auf Schimmel oder Feuchtigkeitsschäden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Maßnahmen zum Feuchtigkeitsschutz wirklich wirken: Dosierung von Trockenmitteln, Containerliner, ISPM 15-konforme Paletten, Barrieresäcke und VCI-Schutz für Metalle und Elektronik. Wir zeigen Ihnen, was an deutschen Häfen tatsächlich erwartet wird, welche Dokumente Sie benötigen und welche Fehler zu Ablehnung oder Verzögerung führen. Weitere Details zu Transportversicherung und Mehrwertdiensten, die das Feuchtrisiko minimieren, finden Sie in unserem kompletten Deutschland-Shipping-Guide.

Warum Feuchtigkeit eine unterschätzte Gefahr auf China→Deutschland-Routen ist (lange Seefracht, strenge Zollkontrollen)

Beim Versand von China nach Deutschland geht es nicht nur um korrekte Dokumente – entscheidend ist, Ihre Ware vor der permanenten Feuchtigkeit und Kondensation während des Transports zu schützen. Wir haben schon Sendungen gesehen, die in Shanghai oder Shenzhen makellos verladen wurden, aber in Hamburg oder Bremerhaven mit verzogenen Kartons, verrosteten Schrauben oder defekter Elektronik ankamen.

See- versus Luftfracht: Unterschiedliche Expositionszeiten

Seefracht ist der Hauptschauplatz für Feuchtigkeitsschäden. Die übliche Seetransportzeit von China nach Deutschland beträgt 28–35 Tage – deutlich länger, als viele erwarten. Das bedeutet vier Wochen in einem Stahlcontainer, erst durch das feuchtwarme Südchina, dann über kühlere nördliche Gewässer. Im Container steigt die relative Luftfeuchtigkeit regelmäßig auf 60–90%, insbesondere bei Ladung mit Holz, Textilien oder Maschinen.

Luftfracht hingegen bedeutet nur 1–3 Tage Transportzeit. Zwar kann es am Flughafen oder auf dem Rollfeld zu Feuchtigkeitseinwirkung kommen, aber das kurze Zeitfenster reduziert das Risiko erheblich. Einen detaillierten Vergleich finden Sie auf unseren Seiten Luftfracht vs Express und Versandart wählen.

ModusÜbliche LaufzeitFeuchtrisikoZollkontrollen auf Feuchtigkeit
See (FCL)28–35 TageHochJa, stichprobenartig
See (LCL)28–35 TageSehr hochJa, häufig
Bahn12–18 TageMittelJa, stichprobenartig
Luft1–3 TageGeringSelten

Sammelladung (LCL) birgt besondere Risiken. Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Gütern – Holz, Lebensmittel oder Maschinen – die alle Feuchtigkeit abgeben. Eine feuchte Palette kann die Luftfeuchtigkeit für alle erhöhen. Zusätzlich sorgt häufigeres Handling im CFS (Konsolidierung/Dekonsolidierung) für mehr Exposition.

Containerregen und Kondensation – was steckt dahinter?

Containerregen ist der Hauptverursacher. Wenn der Container von feuchtem Südchina ins kühle Nordeuropa reist, führt der Temperaturabfall dazu, dass sich Kondenswasser an Decke und Wänden absetzt. Schon kleine Temperaturschwankungen über Nacht können diesen Effekt auslösen. In einem einzigen FCL-Container auf einer 28-tägigen Route haben wir schon 1–2 Liter Wasser gemessen.

Der deutsche Zoll ist darauf sensibilisiert. Stichprobenkontrollen (besonders bei Elektronik, Konsumgütern und Lebensmitteln) prüfen auf sichtbaren Schimmel, Korrosion und feuchte Verpackungen. Werden Feuchtigkeitsschäden festgestellt, drohen Zurückweisung oder Quarantäne. Weitere Informationen zu Zollverfahren finden Sie in unserem ATLAS-Zollabfertigungs-Guide und auf der Seite zu Cut-off-Zeiten.

Trockenmittel und Containerliner (wie viel erwartet der deutsche Zoll?)

Feuchtigkeitsschutz ist für Deutschland keine Option, sondern Standard. Trockenmittel und Containerliner sind der wichtigste Schutz, vor allem bei Elektronik, Metallen, Textilien und Lebensmitteln. Doch wie viel ist ausreichend und was verlangt der deutsche Zoll?

Dosierempfehlungen: FCL vs LCL für Deutschland

Die richtige Menge an Trockenmittel richtet sich nach Versandart und Warengruppe.

  • FCL (Full Container Load): Verwenden Sie 1 kg Trockenmittel pro 5–7 m³ Laderaum. Für einen Standard-40’-Container (ca. 67 m³) sind das 9–13 kg insgesamt.
  • LCL (Sammelladung): Erhöhen Sie die Menge um 30–50%. Durch das geteilte Luftvolumen steigt die Feuchtigkeitsbelastung. Für eine LCL-Sendung mit 10 m³ sollten mindestens 2–3 kg eingesetzt werden.

Der deutsche Zoll erwartet bei empfindlichen Waren einen Nachweis über den Einsatz von Trockenmitteln. Wird Feuchtigkeitsschaden festgestellt und der Schutz war unzureichend, werden Ansprüche meist abgelehnt. Mehr zum Risiko FCL vs LCL finden Sie in unserem Seefracht FCL vs LCL Guide.

ModusEmpfohlene TrockenmittelmengeErwartung des Zolls
FCL1 kg pro 5–7 m³Branchenstandard
LCL30–50% mehrHöheres Risiko, mehr nötig

Das richtige Produkt für Ihre Ware wählen

  • Silikagel: Geeignet für Elektronik und kleine Pakete; nimmt bis zu 40% des Eigengewichts auf.
  • Calciumchlorid-Beutel: Optimal für Schüttgut und hohe Feuchtigkeit; absorbiert bis zu 300% des Eigengewichts.
  • Containerliner: Polyethylen-Liner reduzieren Luftaustausch, verhindern Wassereintritt und sind für empfindliche Güter zu empfehlen.

Dokumentieren Sie Ihre Schutzmaßnahmen – Fotos, Lieferantenrechnungen und Packlisten. Der deutsche Zoll kann Nachweise verlangen, insbesondere bei vermutetem Schaden. Mehr zu Verpackungsstandards finden Sie in unserem EUR/EPAL-Palettenratgeber und zu Abholservices am Ursprungsort.

ISPM 15-Konformität und Palettenstandards (wie Sie Ablehnungen in deutschen Häfen vermeiden)

Deutschland ist äußerst streng bei der Einhaltung von Holzverpackungsvorschriften. Jede Holzpalette, Kiste oder jedes Stauholz, das in deutsche Häfen gelangt, muss den ISPM 15-Standards entsprechen – also Hitzebehandlung, korrekte Kennzeichnung und ein Feuchtigkeitsgehalt unter 20 %. Die Zollbehörden lehnen 2–5 % der Sendungen mit nicht konformen Holzverpackungen ab.

Vorschriften zu Hitzebehandlung und Feuchtigkeitsgehalt

  • ISPM 15-Hitzebehandlung: Jede Holzverpackung muss mit dem ISPM 15-Stempel versehen sein, der Behandlung und Herkunft nachweist.
  • Feuchtigkeitsgehalt: Paletten dürfen maximal 20 % Feuchtigkeit aufweisen. Sichtbarer Schimmel oder Nässe führen zur sofortigen Ablehnung.
  • EUR-Palettenstandard: In Deutschland ist die EUR-Palette (1200 mm x 800 mm) Standard. Nicht behandelte oder abweichende Paletten werden besonders kritisch geprüft.

Mehr zu Palettenstandards und wie Sie teures Umpalettieren vermeiden, finden Sie in unserem EUR/EPAL Palettenratgeber und auf der Seite Letzte Meile Lieferung.

PalettentypGrößeBehandlung erforderlichFeuchtigkeitsgrenzeZollrisiko
EUR-Palette1200x800mmISPM 15 HitzebehandeltUnter 20 %Gering bei Konformität
Nicht-EUR-PaletteVariabelISPM 15 + UmpackenUnter 20 %Hoch

Was passiert bei nicht konformen Paletten

Wenn Ihre Sendung mit unbehandelter oder feuchter Holzverpackung ankommt:

  • Sofortige Zollablehnung: Container wird festgehalten, Umpalettierung im Hafen notwendig (hohe Kosten, Verzögerungen).
  • Prüfgebühren: Sie tragen die Kosten für Kontrolle, Lagerung und Entsorgung der nicht konformen Verpackung.
  • Importverzögerungen: Die Abfertigung kann sich von 1–3 Tagen auf mehrere Wochen verlängern.

Detaillierte Schritte zur Einhaltung finden Sie in unserem ATLAS Zollabfertigungsratgeber und auf der Seite Importzölle & Steuern.

Barrieresäcke und Schrumpffolie (wann sich zusätzlicher Schutz für Deutschland lohnt)

Für Sendungen nach Deutschland sind Barrieresäcke und Schrumpffolie mehr als nur ein optionales Extra – sie entscheiden oft über reibungslose Abfertigung oder teure Ablehnung. Der Zoll erkennt Schimmel, Kondenswasser oder beschädigte Verpackungen sofort.

Wann sich die Investition lohnt

  • Barrieresäcke: Unverzichtbar für Elektronik, Medizintechnik, Textilien oder alles, was schimmel- oder korrosionsanfällig ist. Barrieresäcke verhindern das Eindringen von Wasserdampf und somit Kondenswasser in Kartons.
  • Schrumpffolie: Besonders wichtig für empfindliche Waren im Winter oder bei hoher Luftfeuchtigkeit. Schrumpffolie versiegelt Paletten und Kartons und minimiert direkte Feuchtigkeitseinwirkung.

Bei hochwertiger oder risikobehafteter Ware sind die Mehrkosten im Vergleich zu Ablehnung, Umpalettierung oder abgelehnten Versicherungsschäden vernachlässigbar. Weitere Informationen zu Mehrwertverpackungen finden Sie unter Mehrwertdienste und Haus-zu-Haus vs. Hafen-zu-Hafen.

SchutzartAnwendungsfallReduziertes Zollrisiko
BarrieresäckeElektronik, TextilienSchimmel, Kondenswasser
SchrumpffoliePaletten, KartonsDirekte Feuchtigkeit, Schmutz

Entscheidungsfaktoren für Deutschland-Sendungen

Fragen Sie sich:

  • Ist meine Ware empfindlich gegenüber Wasser, Schimmel oder Korrosion?
  • Versende ich als Sammelladung (höheres Risiko)?
  • Besteht meine Verpackung aus Holz oder Papier?
  • Ist der Versand für Winter oder Frühjahr (hohe Luftfeuchtigkeit) geplant?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten, sind Barrieresäcke oder Schrumpffolie sinnvoll. Mehr zu Versandzeitpunkten und Saisonalität finden Sie im Versandkalender und unter Buchungsfristen.

VCI und fortschrittliche Lösungen für Metall/Elektronik (wenn Trockenmittel allein nicht für den deutschen Zoll ausreichen)

Trockenmittel sind Pflicht, aber für Metalle und Elektronik sind VCI-Folien und -Papiere (Volatile Corrosion Inhibitor) der Goldstandard. Der deutsche Zoll erkennt Korrosionsspuren sofort und stellt Sendungen mit Rost oder Wasserschäden unter Quarantäne.

Wann Sie VCI für Deutschland einsetzen sollten

  • Elektronik: Leiterplatten, Steckverbinder, Sensoren sind besonders korrosionsanfällig. VCI-Beutel oder -Papiere werden dringend empfohlen.
  • Metallteile: Autoteile, Industriemaschinen, Werkzeuge – nutzen Sie VCI-Verpackungen, vor allem bei Sammelladungen.

Der deutsche Zoll kontrolliert 5–10 % der Hochrisiko-Sendungen (Elektronik, Autoteile, Maschinen) gezielt auf Feuchtigkeit und Korrosion. Bei Schäden werden Ansprüche meist abgelehnt, wenn kein VCI nachweislich verwendet wurde.

Mehr zu Hochrisikoware und Versicherung finden Sie unter Transportversicherung und Antidumpingzölle.

Kosten- und Anwendungstipps

  • VCI-Beutel/Papier: €0,10–€0,50 pro Stück, je nach Größe und Menge.
  • Anwendung: Kartons auslegen, Einzelteile umwickeln oder VCI-Emitter in Kisten einsetzen.
  • Dokumentation: VCI-Einsatz in Packlisten und Lieferantenrechnungen angeben.

Für Metalle/Elektronik reicht Trockenmittel allein nicht aus. VCI bietet einen anerkannten Zusatzschutz, den der deutsche Zoll schätzt.

Nachweis für Feuchtigkeitsschutz (Zertifikate und ATLAS-Anmeldung)

Ihr Ladungsschutz ist nur die halbe Miete – die andere Hälfte ist der Nachweis gegenüber dem deutschen Zoll. Ohne vollständige und korrekte Dokumente drohen teure Verzögerungen.

ISPM 15 und Verpackungszertifikate

  • ISPM 15-Zertifikat: Für alle Holzverpackungen vorgeschrieben. Muss Hitzebehandlung, Herkunft und gültigen Stempel ausweisen.
  • Packliste: Detaillierte Angabe von Trockenmitteln, Container-Inliner, Barrieresäcken und VCI-Einsatz.
  • Lieferantenrechnungen: Müssen Materialien und Behandlungen der Verpackung aufführen.

Fehlende ISPM 15-Zertifikate sind eine der Hauptursachen für Ablehnung oder Quarantäne. Weitere Infos zu Zertifizierungen finden Sie in unserem Leitfaden zu CE-Kennzeichnung, REACH, RoHS und zu Lebensmittel-/Kosmetikvorschriften.

ATLAS und ENS: Was muss wann angemeldet werden?

  • ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System): Alle Importanmeldungen, inklusive Verpackungsdetails, erfolgen elektronisch.
  • ENS (Entry Summary Declaration): Muss vor Ankunft für See-, Luft- und Bahntransporte abgegeben werden.
  • Bearbeitungszeiten: Die Freigabe erfolgt in der Regel innerhalb von 1–3 Tagen bei vollständigen Unterlagen; bei Kontrollen dauert es länger.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem ATLAS-Zollabfertigungs-Guide sowie auf der Seite DAP vs DDP.

Typische Fehler beim Feuchtigkeitsschutz China→Deutschland (und wie Sie Zurrückweisungen vermeiden)

Die meisten feuchtigkeitsbedingten Ablehnungen an deutschen Häfen lassen sich auf einige typische Fehler zurückführen. Das sind die häufigsten Probleme:

Unbehandeltes oder feuchtes Holzpackmittel

  • Der Versand mit unbehandelten oder feuchten Holzpaletten führt zur sofortigen Ablehnung.
  • Ein Feuchtigkeitsgehalt über 20 % oder sichtbarer Schimmel bedeuten Quarantäne und Umpalettierung.

Zu wenig Trockenmittel

  • Zu geringe Dosierung von Trockenmitteln, besonders bei Sammelladung (LCL), verursacht Kondensationsschäden.
  • Die Dosismenge bei geteilten Containern wird oft unterschätzt.

Fehlende oder falsche Zertifikate

  • Keine ISPM 15-Zertifikate oder veraltete Stempel.
  • Verpackungsbehandlungen werden nicht in ENS oder ATLAS angegeben.

Schlechte Dokumentation der Schutzmaßnahmen

  • Kein Hinweis auf Trockenmittel, Inliner, Barrieresäcke oder VCI auf der Packliste.
  • Keine Lieferantenrechnung zu Verpackungsmaterialien.

Versand von risikobehafteten Gütern ohne erweiterten Schutz

  • Elektronik oder Metallteile ohne VCI oder Barrieresäcke werden häufig beanstandet.
  • Der Zoll kontrolliert 5–10 % der Hochrisikosendungen; fehlender Schutz führt oft zur Ablehnung von Schadenersatzansprüchen.

Wie Sie diese Fehler vermeiden, lesen Sie in unseren Seiten zu exw vs fob, fca vs fob und cif vs cip.

Fazit (Der Feuchtigkeitsschutz-Fahrplan für Deutschland)

Für den Versand von China nach Deutschland ist konsequenter Feuchtigkeitsschutz Pflicht – vor allem bei Seefracht, Sammelladung und empfindlichen Gütern. Unverzichtbar sind: ISPM 15-konforme Paletten, richtige Dosierung von Trockenmitteln, Barrieresäcke oder VCI für Elektronik/Metallteile und eine lückenlose Dokumentation. Der deutsche Zoll prüft streng – das Risiko von Ablehnung oder Verzögerung ist real. Klären Sie Verpackung, Dokumente und Schutzmaßnahmen, bevor die Ware China verlässt.

Für ein maßgeschneidertes Feuchtigkeitsschutzkonzept oder ein Angebot inklusive Verpackung und Versicherung kontaktieren Sie uns über unseren kompletten Deutschland-Versandratgeber oder fordern Sie ein Angebot an. Wir helfen Ihnen, teure Fehler zu vermeiden und sorgen dafür, dass Ihre Sendung trocken, regelkonform und erstattungsfähig ankommt.

ReferenzGlossar· 24 Begriffe

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ATLAS
Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungssystem. Deutschlands elektronisches System für Zollanmeldungen im Import und Export.
CE
Conformité Européenne: EU-weites Pflichtkennzeichen für Produkte im EWR. In Japan nicht anerkannt – hier gelten PSE und TELEC als eigenständige Zulassungen.
CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung. Zeigt die Einhaltung der EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umwelt bei Importen nach Deutschland.
CFS
Container Freight Station – Sammelstelle, an der LCL-Ladungen am Ursprung konsolidiert oder am Ziel entladen werden; bei FCA (CFS) liefert der Verkäufer lose Ware hier an, Risikoübergang bei Annahme.
CIF
Cost, Insurance and Freight – nur für See- und Binnenschiff; Verkäufer zahlt Fracht und Mindestversicherung (meist ICC C) bis zum benannten Hafen, Käufer verzollt und zahlt Abgaben; Risikoübergang an Bord des Schiffs.
CIP
Carriage and Insurance Paid To – für alle Transportarten; Verkäufer zahlt Fracht und umfassende Versicherung (oft ICC A) bis zum vereinbarten Ort; bietet höheren Schutz als CIF und ist für Luftfracht und hochwertige Güter zu empfehlen.
clearance
Zollabfertigung – Vorlage der Ware und Dokumente beim Zoll und Einholung der Freigabe für Ein- oder Ausfuhr; bei EXW und FOB ist entscheidend, wer die Ausfuhranmeldung übernimmt.
cut-off
Annahmeschluss für Ware oder Dokumente, um einen bestimmten Schiffs- oder Flugtermin zu erreichen; Verpassen führt meist zu einem Tag Verzögerung.
DAP
Delivered At Place: Verkäufer liefert bis zum benannten Ort (z.B. Lager des Käufers) und entlädt, Importabfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer übernimmt der Käufer, IOR ist der Empfänger.
DDP
Delivered Duty Paid: Verkäufer trägt alle Kosten bis zur Tür des Käufers inkl. Abfertigung, Zoll und Verbrauchssteuer; echtes DDP heißt, der Empfänger zahlt bei Lieferung nichts mehr.
door-to-door
Service von Tür zu Tür: Der Spediteur oder Carrier organisiert die komplette Transportkette inklusive Abholung und Zustellung beim Empfänger.
EXW
Ex Works: Der Verkäufer stellt die Ware an seinem Standort bereit; der Käufer organisiert Abholung, Ausfuhr, Hauptlauf und alles Weitere. Risikoübergang am Werkstor – frühester Incoterm.
FCA
Free Carrier: Verkäufer liefert an benannten Ort (CY, CFS oder Terminal); Käufer bucht Hauptlauf und Versicherung. Risikoübergang bei Übergabe an Carrier – klarer, belegbarer Zeitpunkt. Für Container (FCL/LCL) besser als FOB; bei Luftfracht FCA oder CIP nutzen.
FCL
Full Container Load: Sie buchen einen kompletten Container (z. B. 20GP oder 40HC); nur Ihre Ware wird verladen.
FOB
Free On Board: Verkäufer liefert bis an Bord des Schiffs und erledigt Ausfuhr; Käufer organisiert Hauptlauf und Import ab Schiffsreling. Risikoübergang beim Laden aufs Schiff. Nur für Seefracht – bei Luftfracht FCA nutzen. Bei Containern ist der „On Board“-Zeitpunkt oft unklar; FCA (CY/CFS) ist transparenter.
ISPM 15
Internationaler Standard ISPM 15: Behandlungsnachweis für Holzverpackungen (Paletten, Kisten) – Hitzebehandlung oder Begasungsstempel erforderlich. Nicht konforme Holzverpackung blockiert die Einfuhrfreigabe in Japan.
last-mile
Letzter Transportabschnitt vom Hafen, Flughafen oder Lager bis zur Empfängeradresse. Zuschläge für abgelegene Gebiete oder Privatadressen möglich.
LCL
Sammelladung (LCL): Ihre Ware teilt sich den Container mit anderen Sendungen; Abrechnung pro CBM zzgl. CFS- und Handlinggebühren an beiden Enden.
pickup
Factory collection: Abholung ab Werk per Lkw, Verladung und Transport zur CFS, CY oder zum Flughafen. Faktoren wie Entfernung, Mehrfachstopps und Versandbereitschaft beeinflussen die Kosten.
port-to-port
Service from origin port to destination port only: Reiner Hauptlauf von Abgangs- zu Zielhafen; Vor- und Nachlauf müssen separat organisiert werden.
REACH
REACH-Verordnung (EG 1907/2006). EU-Regelung zur Kontrolle von Chemikalien in Produkten, die nach Portugal importiert werden.
RoHS
RoHS-Richtlinie (2011/65/EU). EU-Vorschrift, die gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bei Importen nach Portugal begrenzt.
SST
Sales and Service Tax – Malaysias indirekte Steuer auf importierte Waren und Dienstleistungen, seit 2018 Nachfolger der GST.
Zoll
Deutscher Zoll. Zuständig für Einfuhr-/Ausfuhrabfertigung, Zollerhebung und Einhaltung von Handelsvorschriften.